TFDi Design hat die MD-11 auf Xbox veröffentlicht und schließt damit ein Roadmap-Versprechen, das mittlerweile über ein Jahr alt ist. Wer auf der Konsole unterwegs ist, bekommt grundsätzlich dasselbe Flugzeug wie die PC-Fraktion: die überarbeitete Außenhülle, vollständige Systeme sowie beide Varianten, also Passagier und Fracht, in einem Paket für knapp 84,99 Euro.
Nach einem simplen Port klingt das, ganz so einfach ist es aber nicht. TFDi hat das Extended-Simulation-Paket bewusst zurückgelassen. Konsolen-Piloten fliegen also ohne Komponentenverschleiß, ohne realistische Fehlermodi und ohne die persönliche Wartungshistorie für jedes einzelne Flugzeug.
Genau diese Features bildeten den Kern der großen Januar-Überarbeitung auf dem PC. Auf der Xbox bleiben sie außen vor, und zwar nach Angaben des Entwicklers aus technischen Gründen: Die Bedienoberfläche und der Speicherbedarf würden die Konsolenhardware an ihre Grenzen bringen.
Dafür liegen 18 Lackierungen bei. Auf Passagierseite gibt es drei Varianten mit GE-Triebwerken, darunter Citybird, Finnair Retro und American Airlines, dazu sieben weitere mit Pratt & Whitney, unter anderem Delta in der Atlanta-Olympics-Bemalung von 1996 sowie VARIG. Bei den Frachtern fällt die Auswahl noch etwas größer aus, mit UPS, FedEx, Lufthansa Cargo und weiteren.
Praktisch mitgedacht hat TFDi bei der Kabine: Es stehen zwei Modelle zur Auswahl, eines hochauflösend, eines performanceschonend. Auf Hardware, bei der man nicht einfach die GPU aufrüsten kann, ist das eine sinnvolle Option.
Mit der Xbox-Veröffentlichung hat TFDi seine Entwicklungs-Roadmap abgearbeitet. Damit steht die Frage im Raum, die die Community derzeit am meisten umtreibt: Was passiert mit den frei gewordenen Kapazitäten? In den Foren fällt dabei ein Name deutlich häufiger als alle anderen, nämlich die Boeing 717. Es lohnt sich also, neugierig zu bleiben.
Das Paket läuft sowohl unter Flight Simulator 2020 als auch unter Flight Simulator 2024.
