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A2A Legacy RG550

Wer vergangene Woche das große Vorschauvideo gesehen hat, wusste: Lange kann es nicht mehr dauern. Nun ist sie da, die Legacy RG550. Ursprünglich für Q2 angekündigt, rutschte der Termin im Juni auf Q3, und auch der ist inzwischen knapp vier Wochen Geschichte. Begründung damals wie heute: Man finde am echten Flugzeug immer noch etwas Neues. Das ist bei A2A keine Ausrede, sondern Geschäftsmodell.

Scotts dritter Flieger

Vorbild ist keine Legacy aus dem Katalog, sondern die Maschine, die A2A-Gründer Scott Gentile selbst mehrere Jahre besessen und geflogen hat. Das passt zum Konzept: Bei einem Kitflugzeug muss der Eigner mindestens 51 Prozent selbst bauen, zwei identische Exemplare findet man kaum. Entsprechend lässt sich das Panel über das Tablet umbauen: Kurskreisel, Bendix/King KI 525A HSI oder Garmin G5, dazu wahlweise kleine oder große JPI-Motorüberwachung (EDM 800/830). Persistenz wird pro Livery gespeichert. Wer mag, hält sich also einen kleinen Legacy-Fuhrpark, jede mit eigener Macke.

Die Eckdaten

Unter der Haube arbeitet ein Continental IO-550-N mit 310 PS, A2A nennt rund 280 mph Reise (gut 240 Knoten) und über 2.000 Fuß pro Minute Steigrate. Getankt wird in zwei Flügeltanks mit zusammen 64 Gallonen nutzbar, eine BOTH-Stellung gibt es nicht. Wer also nach einer Stunde Reiseflug merkwürdig schief sitzt, weiß jetzt warum. Das elektrohydraulische Fahrwerk hat eine Notablassfunktion, die Pumpe darf maximal 20 Sekunden laufen und braucht dann fünf Minuten Pause. Ein Flugzeug mit Gewerkschaft, gewissermaßen.

Sechs Propeller und ein Satz Schieberegler

Das eigentliche Spielzeug steckt im Wartungsmenü. Zur Wahl stehen sechs Propeller (Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfblatt, dazu zwei- und dreiblättrige HO-Varianten), die sich in Optik, Klang und Leistung unterscheiden. Mehr Blätter bedeuten besseres Steigen auf Kosten der Höchstgeschwindigkeit. Tauschen lässt sich das Ganze auch im Flug, was im echten Leben noch niemand probiert hat, zumindest niemand, der davon erzählen konnte.

Dazu kommt das Engine Performance Kit: Schieberegler für Zylinderkopfbearbeitung, Verdichtung, Drehzahl, Zündzeitpunkt, Leerlauf und einen optionalen Hochdrehzahl-Regler, flankiert von einer Klopfwarnleuchte – boy ich liebe es die englischen Fachtermina zu übersetzen, hehe. Gibt’s das auch für unangenehme Nachbarn? Okay, enough Dad-Jokes. Wie auch immer, die Produktbeschreibung von A2A verschweigt die Rechnung nicht: Mehr Leistung heißt rauer Leerlauf und mehr Verschleiß, und mit 91UL im Tank sollte man die Zündung zurücknehmen. Tuning nach Feierabend also, mit Garantie auf Folgekosten.

Eigener Autopilot

Für Systemfreunde interessant: Der TruTrak Sorcerer ist komplett eigenständig programmiert, folgt dem GPS-Track statt dem Steuerkurs, nutzt eigene Kreisel und bietet GPSS, GPSV, VNAV, Fahrtsteigflug sowie Schutz vor Strömungsabriss und Überdrehzahl. Navigatorseitig ist man großzügig: GNS 430/530, Avidyne IFD 550, PMS50 GTN 750/650, TDS GTNXi und der Freeware-KLN-90B, wobei die Drittanbieter-Geräte natürlich separat installiert sein wollen. Bzw. gekauft werden müssen.

Im A2A-Shop kostet die Legacy 49,99 US-Dollar, ein erstes Livery-Pack 4,99 Dollar extra. Ganz allein ist sie am Markt nicht: Flysimware verkauft seine Lancair Legacy für 46,99 Dollar, inzwischen fertig mit beiden Panelvarianten und auf PC, Xbox und PS5. Wer zwischen beiden schwankt, entscheidet im Grunde zwischen Feature-Breite und Accu-Sim-Philosophie.

Für Bestandskunden gibt es übrigens eine gute Nachricht: Die selbst entwickelte G5 soll später auch in Comanche 250 und Aerostar 600 nachgerüstet werden.

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3 Kommentare
Bewertung
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salud
salud
55 Minuten zuvor

Sehr cool! Bevor hier wieder das Genöhle losgeht: ich freue mich sehr, dass sie endlich da ist. 🙂 Nach der tollen RealAir-Version darf es auch ruhig zwei gute Umsetzungen im MSFS geben.

Michael S.
Michael S.
4 Minuten zuvor

Zeit zum kaufen… fehlt nur noch die c172. Mal sehen wann.

Die Fangemeinde für A2A kommt nicht von ungefähr.

Franz
Franz
2 Sekunden zuvor

Ist halt vom Flugzeugtyp her kein Winterflugzeug, wenn hier in Europa, bald Kälte und Schnee einzieht. Also mal schauen.

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