Flight Sim Labs hat für seinen A321neo im Microsoft Flight Simulator eine umfassende Performance-Roadmap vorgelegt. Das Update auf die Version v148 des Control Centers, das aktuell ausgerollt wird, ist die direkte Antwort auf die anhaltende Kritik an der Hardware-Last des Addons. Seit dem Release meldeten vor allem Nutzer mit Grafikkarten im Bereich von 8 bis 12 GB VRAM vermehrt Stotterer und Performance-Einbrüche an komplexen Flughäfen, was die Entwickler nun zu einem systematischen Eingreifen bewogen hat.
Der Grund für dieses Update liegt in der enormen Komplexität der Simulation. Während FSLabs für eine der tiefgreifendsten Systemtiefen am Markt bekannt ist, reizt das Addon die Hardware-Ressourcen des Simulators extrem aus. Besonders die hochdetaillierte Kabine hat sich als Ressourcenfresser erwiesen. Da moderne Simulatoren wie der MSFS sehr empfindlich auf eine Sättigung des Grafikspeichers reagieren, führen volle Speicher schnell zu spürbaren Performance-Einbrüchen. Lefteris Kalamaras, Kopf hinter FSLabs, räumte ein, dass hier Optimierungsbedarf besteht, um das Flugzeug für eine breitere Nutzerbasis flüssig fliegbar zu machen, ohne dabei die visuelle Qualität für High-End-Systeme opfern zu müssen.
In vier Schritten zur flüssigen FPS
Um diese Probleme zu lösen, wurde ein vierstufiger Plan entwickelt. In der ersten Phase, die ab sofort verfügbar ist, wurde die sogenannte „Lite Cabin“ eingeführt. In den Einstellungen des Flugzeugs kann die gesamte Kabinenbestuhlung nun komplett deaktiviert werden. Dies spart massiv VRAM ein, da Hunderte von 3D-Modellen und deren Texturen nicht mehr geladen werden müssen. In den kommenden Schritten, die für die nächste Woche geplant sind, folgen weitere technische Kniffe: Eine LOD-Optimierung soll dafür sorgen, dass aus der Außenansicht nur noch eine stark vereinfachte Kabine berechnet wird. Zudem wird das 3D-Modell intern umstrukturiert, um die CPU-Last durch effizientere Draw Calls zu senken, während gezieltes Textur-Downsampling an weniger sichtbaren Stellen den Speicher weiter entlastet.
Neben diesen Performance-Maßnahmen arbeitet das Team parallel an einer großen Fehlerbereinigung. Rund 60 Bugfixes sollen im nächsten großen Patch enthalten sein, der für die kommende Woche erwartet wird. Diese betreffen unter anderem Verbesserungen am LNAV, Korrekturen bei den Treibstoffberechnungen und die allgemeine Stabilität des EFB. Für Besitzer des A321neo bedeutet das Update die Hoffnung, dass der Airbus bald auch auf Mittelklasse-Rechnern ohne größere Kompromisse im Endanflug performt. Wer die neuen Features sofort testen möchte, kann dies über den Experimental-Kanal im FSL Control Center tun.


Schön, dass die auf die Kritik reagieren. Da liegt aber viel im Argen, denn schon vor der Kabine war der VRAM-Verbrauch unnatürlich hoch. Das kann man auch nicht mit „Simulationstiefe“ erklären, denn VRAM ist ausschließlich Visuelles.
Mit dem Kabinen-Patch bin ich jetzt doch wieder leicht geneigt, zuzuschlagen, aber eigentlich will ich das gar nicht und ich denke, ich werde mich ärgen, weil doch noch zu viel verbuggt ist und die Performance so schlecht ist, und das alles erst besser wird, wenn die Fenix neos schon lange draußen sind, und ich die FSLabs sowieso in der Garage stehen lasse. Erste-Welt-Probleme halt 😀
Die Simulation läuft ja wie beim Fenix extern. Wäre also möglich, dass man bestimmte Dinge auf der GPU laufen lässt und damit VRAM verbraucht. Müsste man sich mal genauer anschauen, was das FSLabs Control Center so treibt.
Optimierungen im MSFS sind jedenfalls nicht trivial. Wir haben ja gesehen, wie lange iniBuilds gebraucht hat, bis es Klick macht und sie verstanden haben, wie man die Performance in den Griff kriegt ohne die visuelle Qualität groß zu beeinträchtigen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie hart sowas sein kann und ich entwickle „nur“ normale Server-Software und muss mich daher nicht mit eigenwilligen WASM-SDKs, VRAM und anderen lustigen Dingen rumschlagen.
Wir mussten z.B. letztes Jahr ein regelmäßig laufendes, internes Tool optimieren: dauerte pro Run ca. fünf Minuten, jetzt sind’s 15 s. Ein halbes Jahr Arbeit (für eine Person). Die Zeit zu halbieren war leicht und in wenigen Stunden erledigt, aber sobald die weniger trivialen Probleme anfangen, wird’s zäh und es musste effektiv alles mehrstufig umgebaut bzw. teilweise neu geschrieben werden.
Ich kürz das für dich ab. Lass es im Moment einfach !