
Vergangene Woche ist es passiert: FlightFactor hat am 17. September die Boeing 777-200LR für X-Plane 12 veröffentlicht. Damit ist das letzte große Mitglied der 777v2-Familie komplett. Passend dazu feiert der Entwickler sein 15-jähriges Bestehen (Gründung 2011). Ausgewählte Streamer durften schon ab dem 9. September Probe fliegen.
Die LR ist die Langstreckenspezialistin unter den 777. Boeing taufte sie „Worldliner“, sie ging 2006 in Dienst und wurde gezielt für Ultralangstrecken entwickelt. Gegenüber den anderen -200-Varianten bringt sie ein höheres maximales Abfluggewicht, mehr Kraftstoffkapazität, strukturelle Anpassungen für den zusätzlichen Sprit und die geschwungenen Flügelspitzen der 777-300ER und 777F mit. Wer weit fliegen will, muss eben auch weit tanken können.
Triebwerke und Systeme
Das GE90-115BL ist im Paket enthalten. Das GE90-110B1L gibt es über die separate Engine Expansion. Die Systeme kennt man von der 777v2: Systemsimulation, Avionik, EFB, Crew-Interaktion, Wartung, Failures und Bodenservice werden übernommen, dazu kommen die LR-spezifischen Eigenheiten. Zu diesen zählt der optionale Zusatztank im unteren Rumpf. Vorab wurde er mit rund 7.100 Litern und einer Gesamtkapazität von etwa 188.370 Litern beziehungsweise 151.200 Kilogramm beschrieben.
Preise und die Sache mit dem Kleingedruckten
Besitzer einer kompatiblen 777v2 zahlen für das Upgrade von der 777-200ER auf die LR 30 US-Dollar. Ohne bestehendes 777v2-Produkt läuft die LR nicht, sie ist ein Add-on. Neukunden greifen laut Threshold zum Basispaket aus 777-200ER und 777-200LR für 119 US-Dollar. Weitere Bundles liegen je nach Konfiguration zwischen 139 und 189 US-Dollar.
FlightFactor selbst weist darauf hin, die Produktstruktur vor dem Kauf genau zu prüfen. Kombipakete aus 200LR und 300ER gibt es nicht. Wer falsch bestellt, muss sich an direkt an den Org-Store wenden oder das passende Upgrade nachkaufen. Wer schon einmal das falsche Paket im Warenkorb hatte, weiß: Das ist ärgerlicher als ein Umweg wegen Gegenwind.
