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Ein Teaser-Bild hatte gereicht und sofort hatte die Community erraten, welches Add-on Flugzeug Azurpoly als Nächstes für den Microsoft Flight Simulator umsetzen will. Und jetzt folgte auch die offizielle Ankündigung: Die Franzosen arbeiten an der virtuellen SEPECAT Jaguar A – natürlich mit Fokus auf die französische Variante.

„Nach unserem OV-10 Bronco haben wir uns entschieden, zu historischen französischen Flugzeugen zurückzukehren und die berühmte Jaguar in Angriff zu nehmen, um unsere Linie, die mit dem Fouga Magister und dem TB-30 Epsilon begann, zu vervollständigen“, hat AzurPoly gestern Abend im eigenen Discord-Channe angekündigt. „Wir arbeiten derzeit an der Jaguar A, der Einsitzer-Version, die ab 1973 in der französischen Luftwaffe betrieben wurde. Das äußere 3D-Modell ist bereits weit fortgeschritten, aber der gesamte Rest muss noch erledigt werden, sodass wir derzeit kein Veröffentlichungsdatum nennen können.“

AzurPoly erklärt dann auch gleich, was mit den anderen Versionen Sache ist: Andere Jaguar-Versionen seien sehr unterschiedlich (Zweisitzer oder verschiedene Avionik für andere Armeen), daher konzentriere sich das Unternehmen zunächst auf die Jaguar A, heißt es weiter. AzurPoly könnte sich hier vorstellen, zumindest beim Außenmodell unterschiedliche Versionen anzubieten, die dann das gleiche Cockpit benutzen.

Für die Umsetzung zeigt sich AzurPoly ehrgeizig: „Da wir für jedes unserer Projekte die Messlatte höher legen wollen, benötigen wir viele Ressourcen, um die Qualität zu erreichen, die wir anstreben“, heißt es im Post. „Wir haben bereits Zugang zu ausgemusterten Jaguars, um alle benötigten Informationen zu sammeln (von 3D-Scans bis zu Tonaufnahmen).“ Außerdem freue sich das Team über jegliche Infos und Insights, die eventuell noch aus der Community zum Flugzeug kommen könnten.

Mit der Jaguar bleiben AzurPoly ihrem Fokus auf die französische Luftfahrtgeschichte treu. Die SEPECAT Jaguar A, ein Produkt der britisch-französischen Zusammenarbeit, hat einen großen Teil in der Geschichte in der französischen Luftwaffe eingenommen. Das zweistrahlige Kampfflugzeug, entwickelt in den 1960er Jahren von SEPECAT (einem Gemeinschaftsunternehmen von Breguet Aviation und der British Aircraft Corporation), war primär für Bodenangriffe, taktische Aufklärung und Trainingsmissionen konzipiert. Die französische Luftwaffe nutzte die Jaguar A ab 1973 intensiv, wobei das Flugzeug seine Fähigkeiten in verschiedenen Operationen unter Beweis stellen sollte.

Die Entwicklung der Jaguar begann als Reaktion auf die Anforderungen beider Länder nach einem fortschrittlichen, aber kostengünstigen Flugzeug für Schulungs- und Kampfeinsätze. Die erste Serienversion des Jaguars, die Jaguar A, absolvierte ihren Jungfernflug im Jahr 1968. Das Flugzeug war mit zwei Adour-Triebwerken ausgestattet, die von Rolls-Royce und Turbomeca gemeinsam entwickelt wurden.

Eines der markantesten Merkmale der Jaguar A war ihre vielseitige Bewaffnung. Das Flugzeug konnte eine breite Palette von Waffen tragen, darunter konventionelle Bomben, Raketen und Präzisionslenkwaffen. Diese Vielseitigkeit ermöglichte es der französischen Luftwaffe, den Jaguar in verschiedenen Konfliktszenarien einzusetzen, von direkter Luftunterstützung bis hin zu strategischen Bombardements.

Die Modernisierung der Jaguars war ein kontinuierlicher Prozess. In den 1980er Jahren wurden viele Maschinen aufgerüstet, um moderne Avionik und verbesserte Waffensysteme zu integrieren. Diese Updates verlängerten die Lebensdauer des Jets und stellten sicher, dass er bis zu seiner Außerdienststellung im Jahr 2005 konkurrenzfähig blieb.

Die Jaguar A wurde außerdem als Testplattform für neue Technologien genutzt. Einige der Jets wurden für experimentelle Zwecke umgebaut, um neue Navigations- und Zielsysteme sowie fortschrittliche Triebwerkskonfigurationen zu testen.

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1 Kommentar
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Markus F.
Markus F.
2 Jahre zuvor

Dann müsste ja in letzter Konsequenz auch mal ein Alpha Jet von AzurPoly kommen 8)

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