Ihr liebt Flugsimulation.
Wir berichten darüber.

Ihr liebt Flugsimulation.
Wir berichten darüber.

154

Die Flightsim Studio (FSS) hat sich nach der Ankündigung der Tupolev Tu-154M auf der FSExpo ein bisschen Zeit gelassen – und liefert nun das erste ausführliche Development-Update nach. Darin gibt das Studio Einblicke in den aktuellen Stand von Systemen, Außenmodell, Cockpit sowie Kabine und nennt eine erste Liste geplanter Livreen.

Systeme schon fast fertig?

Laut FSS befindet sich die Systementwicklung in der finalen Phase. Größter offener Punkt ist die Implementierung eines EFB. Das Original kam naturgemäß ohne aus, für den Simulator soll es aber Lastplanung, Performance-Berechnungen und Konfigurationsoptionen abdecken, ohne dem Dreimann-Cockpit seinen Charakter zu nehmen.

Navigatorisch bleibt FSS dem historischen Vorbild treu: Das Doppler-Navigationssystem der Tu-154M wird vollständig simuliert und richtet sich an alle, die den klassischen Workflow im Dreimann-Cockpit erleben wollen. Als moderne Alternative kommt ein KLN90B hinzu. Bei einem dritten System – hauseigenes GNS-XLS oder das MSFS-native UNS – hat man sich laut Update noch nicht endgültig festgelegt.

3D-Modell von Hinten nach Vorne

Am Außenmodell hat sich das Team unter anderem dem Leitwerk gewidmet: Die Tu-154 bewegt Höhenflosse und Höhenruder als eine Einheit, wodurch bei stärkerer Trimmung eine charakteristische Kante zwischen Ruder und vorderem oberen Rumpfbereich entsteht – ein Detail, das FSS entsprechend nachgebildet hat.

Auch Triebwerksverkleidungen, -aufhängungen und die Triebwerke selbst erhalten weitere Detailtiefe. Basis dafür ist das Wartungshandbuch der Tu-154, das FSS mit Unterstützung von Entwickler und Lead-Programmierer Anatolii auswertet, der hier sprachlich vermittelt. Man arbeite sich aktuell vom Heck nach vorn durch, inklusive Nietreihen, Ansaug- und Abgasbereichen sowie diversen Strukturdetails.

154

Cockpit und Kabine mit Rolle in der Latrine

Im Cockpit wurden unter anderem falsche Warnlicht-Versionen am Flight-Engineer-Panel identifiziert und korrigiert, ebenso einige Panel-Geometrien. Auch die Kabine – bis hin zur Bordtoilette – wird auf Basis umfangreichen Referenzmaterials überarbeitet. Wenig spektakuläre, aber für die Atmosphäre der Maschine relevante Arbeit, wie FSS betont.

154

Bekannte Bemalungen

Die aktuell geplante Liste umfasst 22 Bemalungen und deckt damit bereits einen großen Teil der Betriebsgeschichte der Tu-154 ab: Aeroflot NC, Aeroflot OC, Interflug, UTair, Alrosa, VIA, Balkan Holidays, Kasachische Luftwaffe, KMV, Daghestan Airlines, LOT, Pulkovo Airlines, Luftwaffe (Interim), Luftwaffe, Ural Airlines, ČSA, Malév, Air Ukraine, Sichuan Airlines, Cubana, China Northwest sowie China Xinjiang Airlines.

Zu Preis und Release-Termin äußert sich FSS bewusst noch nicht – beides hänge vom Fortschritt bei Systemvalidierung, Testing und dem gewünschten Qualitätsniveau ab. Weitere Informationen sollen in den kommenden Monaten folgen.

154
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
1 Kommentar
Bewertung
Neuster Ältester
Michael S.
Michael S.
2 Stunden zuvor

Sehr cool. Dann kann man Goldstrandflüge mit Air Via wie sie bis um 2004 herum noch regelmäßig ab CGN stattfanden simulieren.

Fehlt nur noch Dragostea din Tei, aber das muss man ja nicht zwingend simulieren;).

Könnte dich auch interessieren:

Ein Flugzeug, das eigentlich Bombardier heißen müsste, aber Airbus auf dem Leitwerk trägt: iniBuilds und Synaptic Simulations haben ihren A220 in einem ausführlichen Showcase-Video vorgestellt – inklusive Geschichtsstunde, Walkaround und einem Rundflug, der zeigt, warum dieser Airbus eigentlich gar keiner ist. Und das Release-Fenster steht auch fest.
Tokyo Haneda zählt zu den verkehrsreichsten Flughäfen der Welt und liegt auf einer künstlichen Insel in der Bucht von Tokyo. Axonos hat nach knapp zwei Jahren Entwicklungszeit eine Umsetzung für X-Plane 12 veröffentlicht, die unter anderem ein eigenes Terrain-Mesh, Hunderte modellierte Gebäude und japanische Bodenmarkierungen umfasst. Ein Überblick über Umfang, Features und Voraussetzungen für den Betrieb.
Airfoillabs verabschiedet sich von Facebook: Künftige Neuigkeiten rund um die beliebten X-Plane-Add-ons erscheinen ausschließlich über die offizielle Website und weitere eigene Kanäle. Mit diesem Schritt möchte das Entwicklerstudio mehr Zeit in die Entwicklung investieren – insbesondere in die mit Spannung erwartete AFL 737 MAX. Simmer sollten ihre Informationsquellen daher entsprechend anpassen.