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Wer Octavi kennt, kennt den IFR-1: das Mini-Avionikpult, mit dem Felix von Plehwe 2022 auf Kickstarter 91.596 Euro bei einem Ziel von 38.500 Euro einsammelte, getragen von 481 Unterstützern. Nun legt seine Octavi GmbH nach, und zwar mit etwas, das man nicht nur drückt, sondern auch bewegt: dem Octavi 1G, einem kraftsensitiven Joystick.

Der Name ist übrigens kein Fluglastvielfaches, sondern eine Standortbeschreibung. Der Stick ist für den Schreibtisch gebaut, ohne Turbulenzen, Vibrationen oder Beschleunigung. Ein Joystick, der ehrlich zugibt, dass er nicht fliegt.

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Kraft statt Weg

Der Clou sei laut Website der Sensor. Der 1G registriert laut Hersteller direkt die Kraft, die die Hand auf den Griff bringt. Federn oder Nocken gibt es nicht, damit entfallen die Losbrechmomente um die Mittelstellung. Die Kennlinie soll über den gesamten Bereich linear und ohne Sprung am Nullpunkt verlaufen. Octavi vergleicht das Gefühl mit einem Force-Feedback-Yoke, nur in einem Format, das auf den Schreibtisch passt. Die Hand liegt dabei am Fuß des Sticks auf („Wrist-on-Base“).

Ausstattung laut Hersteller

  • Rudder: Eine gefederte Z-Achse (Hall-Sensor) mit ±10° Drehweg. Etwas Reibung soll erlauben, Nick und Roll zu steuern, ohne dass das Seitenruder mitwandert.
  • Griff: Drei frei belegbare Tasten plus Trimmschalter. Als Beispiel nennt Octavi Pitch-Trim, AP-Disconnect und zwei Kamerapositionen.
  • Basis: Zwölf frei belegbare Tasten, alle mit LED. Die Leuchten lassen sich per Plug-in oder Drittsoftware als Statusanzeige nutzen, etwa für Landing-, Taxi- und Strobe-Lights.
  • Slider: Zwei symmetrische Schieberegler links und rechts, damit auch Linkshänder zum Zug kommen. Typisch sind Schub sowie Flaps, Gemisch oder Propeller.
  • Anschluss: USB-HID. Achsen und Tasten werden im Simulator ganz normal zugewiesen.
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Was wir noch nicht wissen

Einen Preis nennt Octavi nicht, ebenso wenig Liefertermin, Kampagnenziel, Kraftbereich oder Auflösung des Sensors. Zur Kompatibilität steht nur HID und die Aussage, man arbeite mit Partnern an Profilen. Alles hier stammt aus Herstellerangaben. Ob der 1G tatsächlich „fast wie Gedankensteuerung“ funktioniert, wie die Seite verspricht, klärt erst ein Hands-on. Wir bleiben dran, mit dem Handgelenk auf der Basis.

Fest steht der Termin: Die Kickstarter-Kampagne startet am 5. November 2026. Wer nichts verpassen will, kann sich auf der Projektseite in die Benachrichtigungsliste eintragen.

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