
PMDG bringt 737 und 777 auf SU6-Kurs: Kompletter Fleet-Rebuild, WASM-Crashes im Griff, Navdata-Ärger behoben. Die 747 muss dafür warten – dafür zeigt Randazzo heimlich, wohin die Reise bei MSFS 2024 als Nächstes geht.
Robert Randazzo hat sich diesmal einen Wochentag im eigenen Forum statt des gewohnten Wochenendtermins für sein Update ausgesucht – und liefert gleich für zwei Flotten auf einmal.
Der Grund für den Timing-Bruch
Man befand sich mitten in der Testphase neuer Builds für 737 und 777, als Sim Update 6 erschien. Statt die Tests fortzusetzen, entschied sich das Team für einen kompletten Fleet-Rebuild mit dem SU6-kompatiblen SDK – das Ergebnis ist die aktuelle Update-Serie.
Stabilität statt neuer Features
Der Sommer ging laut Randazzo größtenteils für zwei Baustellen drauf:
- WASM-Abstürze
- Probleme bei Navdata-Installation und -Update, die seit SU5.1 auftraten
Beide Punkte seien spürbar verbessert worden. Für das Navdata-Problem gibt es nun eine Force-Purge-Funktion, mit der sich die Navigationsdaten entweder auf den Auslieferungszustand zurücksetzen oder für ein anschließendes Update freiräumen lassen – falls installierte Daten dabei querschießen. Details dazu stehen in den Changelogs von OC3.
Nebenbei wurden bei der 777 noch ein paar Kollateralschäden aus der eigenen Anti-WASM-Kampagne beseitigt: Bei der Bekämpfung der Abstürze hatte man sich unbeabsichtigt Berechnungsfehler in der lateralen und vertikalen Flugwegführung eingehandelt. Auch das ist nun Teil des Updates.
Der Preis der Stabilität: die 747 wartet
Randazzo räumt unumwunden ein, dass der Fokus auf 737 und 777 zulasten der 747-Entwicklung ging. Seine Haltung dazu: Produktstabilität bei den Flaggschiffen wiegt schwerer – eine Priorisierung, die sich zumindest nachvollziehen lässt, auch wenn 747-Wartende das vermutlich anders sehen.
Ein Blick hinter die Kulissen – nicht weitersagen
Weil es „die letzte ruhige Ecke des Sommers“ sei und gerade „nur wir“ da wären, teilte Randazzo einen Screenshot, den er beim nächtlichen „Nieten-Zählen“ gemacht hat – ein Ausschnitt einer Tragfläche mit sichtbaren Spaltmaßen, unterschiedlichen Nietentypen und der schwarzen Dichtmasse an den Nahtstellen, die im echten Flugbetrieb später zu den bekannten rußig-grauen Schlieren wird. Zu sehen ist außerdem eine leichte Lackstruktur sowie der saubere Spalt entlang der Haupt-Flügelsegmente am Holm, erkennbar an den doppelten Nietreihen.
Der Clou: Die Textur zeigt eine Tragfläche direkt aus der Lackiererei, ganz ohne Flugstunden – daher die makellose Sauberkeit. Schmutz und Gebrauchsspuren kommen laut Randazzo noch, aktuell handelt es sich um eine frühe Iteration des Texturesets ohne Verwitterungsdetails.
Konkret benannt wird das Produkt nicht – Randazzo spricht lediglich vom „nächsten Produkt für den MSFS 2024“. Die halbherzige Bitte, das Ganze für sich zu behalten, dürfte im PMDG-Forum ohnehin ungehört verhallt sein. Aber auch hier die Bitte: Bitte nicht weitersagen, hohohoho.
