Rowsfire ist ein Hersteller von Simulationshardware aus China, der sich auf die Entwicklung sowie die Produktion von Flugzeugpanels spezialisiert hat. Geleitet vom Konzept der „Community-Ko-Kreation“ hört die Marke aufmerksam auf die Bedürfnisse von Flugsimulations-Enthusiasten, um hochwertige Produkte mit einem soliden Preis-Leistungs-Verhältnis zu entwickeln. Die eigens entwickelte Rowsfire-App vereinfacht die Bedienung und ermöglicht eine „Plug-and-Play“-Funktionalität, die die Einstiegshürde deutlich senkt. Darüber hinaus erfüllt die 1:1-Nachbildung in Originalgröße des realen Flugzeugdesigns und des authentischen Bediengefühls präzise die Anforderungen an eine realistische Flugsimulation und erfreut sich weltweit großer Beliebtheit bei Anwendern.
Erster Eindruck und Unboxing



Geliefert wird das A107 in einem voll bedruckten und in Folie eingeschweißtem Karton.
Beim Öffnen der Verpackung zeigt sich, dass hier auf Zweckmäßigkeit gesetzt wird . Das Panel ist sorgfältig in eine Schutzfolie eingewickelt, wodurch es zuverlässig vor Kratzern und Transportschäden geschützt ist. Zusätzlich befinden sich in der Box ein etwa 2 Meter langes USB-A-auf-USB-C-Kabel, eine Karte mit einem QR-Code zum download der Rowsfireapp und eine einfache, übersichtliche Bedienungsanleitung.



Das Gehäuse rund um das Overhead-Panel besteht aus Aluminium, das dem Produkt nicht nur Stabilität verleiht, sondern auch ein hochwertiges, professionelles Gefühl vermittelt. Die Frontplatte ist aus Acryl gefertigt und mit einer Schutzfolie überzogen. Obwohl sie lediglich mit zwei Schrauben an der Oberseite befestigt ist, weist sie kaum Flex auf. Im Vergleich zur vorherigen V2-Version stellt dies eine klare Verbesserung dar.
Bei dem Produkt handelt es sich nicht um eine originalgetreue 1:1-Nachbildung eines Airbus Overhead Panels. Stattdessen wurden hier die wichtigsten Funktionen übernommen die im Flugbetrieb eine Rolle spielen. Der zentrale Aspekt liegt hier auf die generische Auslegung des Panels. Es ist nicht ausschließlich auf den Airbus A320 zugeschnitten, sondern soll mit mehreren Airbus Flugzeugtypen kompatibel sein.
Die Drehknöpfe für Wiper, X-Bleed und IRS bieten eine sehr überzeugende taktile Rückmeldung und lassen sich präzise bedienen. Auch im täglichen Einsatz fühlen sie sich hochwertig an. Bei genauer Betrachtung ist jedoch erkennbar, dass die Knöpfe 3D-gedruckt sind, da die typische Schichtstruktur sichtbar bleibt – ebenso beim OVHD-INTEG-LT-Knopf. Dies beeinträchtigt die Funktionalität jedoch nicht.
Positiv fällt die Detailtreue der Schalter auf: Alle Switches verfügen über kleine seitliche Riffelungen, die den realen Vorbildern nachempfunden sind und sowohl Optik als auch Griffigkeit verbessern.
Die Schalter wie APU-, Fuel- und Battery-Switches waren in der V2-Version deutlich wackelig und rasteten oft nicht zuverlässig ein. In der V3-Version wurde ein neuer Schaltertyp verbaut, der mehr Widerstand bietet und sauber verriegelt. Trotz eines leichten Restspiels stellt dies eine klare und spürbare Verbesserung gegenüber der vorherigen Generation dar.
Negativ fallen hier die Fireswitches auf, welche ein viel zu großes Spiel aufweisen und damit sehr wackelig sind.


Rowsfire hat Kritik an frühen Versionen der A107 ernst genommen und gezielt zur Weiterentwicklung genutzt. Durch den aktiven Austausch mit der Flight Sim Community in sozialen Netzwerken wurde das Produkt von Version 1 bis 3 kontinuierlich verbessert.
Einrichtung und Installation
Angeschlossen wird das Panel per USB-C auf der Rückseite. Eine externe Stromquelle ist nicht nötig.
Um die Rowsfireapp zu installieren, scant man einfach den beiliegenden QR-Code welcher zu einem Google-Drive Link führt. Hier hat man nun die Möglichkeit die App und die Anleitungen herunterzuladen. Diese sind gut und einfach erklärt. Auch ein Video mit den Installationshinweisen ist mit dabei.


Nach erfolgter Installation der App, is das Overheadpanel bereit und kann durch einen Klick auf RUN genutzt werden.

Sobald das Panel mit dem Simulator verbunden ist, zeigt es eine beeindruckende Reaktionsgeschwindigkeit. Beispielsweise leuchtete beim Drücken der EXT PWR-Taste nicht nur die Anzeige auf, sondern auch die entsprechenden Sounds und Systeme im Simulator wurden ausgelöst. Fuelpumps, Crew Supply und die Batterieanzeigen sind direkt mit dem Zustand des Fliegers im Sim synchronisiert. Die Eingabelatenz ist extrem gering, was einen sehr positiven Eindruck hinterlässt.
Kompatibel ist das Overheadpanel derzeit mit MSFS 2020 und 2024 und unterstützt den Fenix A320/A321 sowie den FlyByWire A32NX. Getestet wurde es ausschließlich mit dem Fenix A320 und A321, wo es zuverlässig und gut funktioniert. Hier wäre in Zukunft auch die Kompatibilität mit Inibuilds 330/340/350 wünschenswert.
Die Kompatibilität mit X-Plane und den Toliss-Airbussen soll in nächster Zeit erfolgen.
Wer jedoch nicht auf X-Plane verzichten möchte, kann das Panel ohne weiteres über Mobiflight nutzen. Hier gibt es bereits ein fertiges Preset für die Toliss A320 Familie. Ebenfalls könnt ihr über Mobiflight mehrere Geräte gleichzeitig nutzen. Zum Beispiel die WINWING FCU/EFIS und MCDU. Der große Vorteil hierbei ist, dass nur eine Software genutzt werden muss, was eurem Rechner weniger Ressourcen abverlangt.
Fazit:
Das Rowsfire A107 MAX Overhead Panel ist vielen Simulationsfans bereits bekannt, allerdings nicht immer nur im positiven Sinne. Frühere Versionen der A107 Serie hatten mit technischen und qualitativen Schwächen zu kämpfen, die den Gesamteindruck getrübt haben. Mit der aktuellen V3 Version zeigt Rowsfire jedoch klar, dass diese Kritik ernst genommen wurde. Das Overhead Panel wurde in mehreren Bereichen überarbeitet und präsentiert sich nun als deutlich ausgereifteres Produkt.
Besonders hervorzuheben ist der Funktionsumfang: Das Panel deckt sämtliche wichtigen Systeme eines Airbus A320 ab und ermöglicht so eine realitätsnahe Bedienung direkt im Home Cockpit. Schalter, Drehregler und Anzeigen sind sinnvoll angeordnet und vermitteln ein authentisches Gefühl, das dem echten Vorbild sehr nahekommt. In Kombination mit dem Flugsimulator lässt sich das Panel zuverlässig integrieren, was den Immersionsgrad spürbar erhöht.
Auch die Verarbeitungsqualität wurde gegenüber früheren Versionen sichtbar verbessert. Materialien, Beschriftungen und die allgemeine Stabilität hinterlassen nun einen soliden Eindruck und rechtfertigen den aufgerufenen Preis von 379,99 US-Dollar.
Damit bewegt sich das Rowsfire A107 in einem Segment, in dem vergleichbare Komplettlösungen für ein Airbus A320 OverheadPanel nur schwer zu finden sind oder weit über 1000€ kosten.
Das Preis Leistungs Verhältnis ist angesichts der gebotenen Qualität und des Umfangs defintiv konkurrenzfähig.
Den Link zum Shop von Rowsfire findet Ihr hier
Abschließend möchten wir uns bei Rowsfire bedanken, die uns freundlicherweise ein Exemplar für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

Moin Sven, danke für das gute Review. Vielleicht eine Anmerkung. Du schreibst, Airbus-Overheads sind nur schwer auf dem Markt zu finden. Ich habe das Gefühl, der Markt wird geradezu überschwemmt mit den Dingern. An jeder Ecke werden gefühlt gerade Overheads und andere Komponenten für einen vernünftigen Preis angeboten. Oft sind es halt kleine Betriebe, oft aus China oder Fernost, die sich kein teures Marketing leisten können, die trotzdem aber sehr solide Produkte herstellen. Es würde sich wirklich mal lohnen, die vorzustellen. Java Simulator aus Thailand bieten tolle Komponenten an, darunter schöne Overheads – auch für die 737. Hab selber eins – Träumchen! Quickmade macht tolle Sachen, aber auch Simgauges aus Polen. Tolle Throttle-Einheiten für wenig Geld gibts bei flightsimpm aus Italien. Kaum bekannt. Und: Die liefern alle ihre eigenen Treiber mit, alles Plug and Play.
Die Flightsim PM Einheiten kommen mit Steuern und Versand gleich mal auf knappen tausend Euro … Ich habe selber eine und für den aufgerufenen Preis sind sie sowohl qualitativ als auch vom Funktionsumfang nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Aber ja, die wären durchaus mal ein review wert.
Danke für den Tipp mit JavaSim.! Kommt vermutlich Zoll u. Versand dazu(?). Welches 737 OH hast du denn? Kannst du was zum Unterschied Standard vs Pro sagen (außer den farblichen Unterschieden)?
Ich würde sonst noch Simbay.de in den Ring werfen, sehr nett. Haben einige 737 Sachen von DIY bis komplett fertig im Programm (hab selber bisher aber nur einzelne Bauteile von dort, kann also bisher nichts zu den Panels sagen…)
Ja Versand und Zoll kommen noch auf den Preis drauf. Vielleicht so knapp 100 Euro. Ich hab das Pro Panel., kann leider nichts zum Standard sagen. Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Aber der Service ist besch…
Ich finde es ja wirklich toll, dass gerade viele mini overheads von diversen Herstellern raus kommen (Josch hat es ja geschrieben), mir persönlich fehlt nur leider ein bezahlbaren echtes 1:1 Overhead. Klar 4000 euro und ich bin dabei, aber es ist halt schade, dass gefühlt jeder ein bezahlbares „Mini ding“ macht. Aber leider kein originales.
Hi Markus,
hier ist das Team von Java Simulator aus Thailand aktuell wohl der einzige Anbieter. Diese haben in erst einmal limitierter Stückzahl von 10 Exemplare auch ein Full Size Overhead entwickelt – allerdings dann auch zu einem deutlich anderen Preis. Ich bin auch gespannt (wie in anderen Kommentaren schon genannt), wie WinWing ihr Overhead angehen wird.
Im Vergleich zu dem Overhead Panel von Wingflex, das ich selbst benutze, wirkt das Rowsfire, als wäre es im Hobbykeller zusammengelötet worden. Schaut euch mal den Preis und die Leistung von Wingflex an! Die werden vermutlich auch im Verlauf des Jahres von WinWing übertroffen. Aber durch die geringe Größe, die Optik des Airbus und die Möglichkeit des Überkopfeinbaus ist es ein gewaltiger Immersionsgewinn, da kann das Rowsfire nicht mithalten. Und der Preis von Wingflex ist angesichts der Leistung auch nicht so heftig.
Das Wingflex würd ich mir tatsächlich auch am liebsten holen, aber der fehlende GPWS LDG FLAP 3 is eigentlich das einzige, was mich davon abhält 😉
Aber auf WinWing bin ich auch gespannt, vor allem, wie sich die dann preislich einordnen.
Am ehesten würde ich vermuten, dass das gesamte Overhead in die einzelnen Panels aufgeteilt wird, und dann das 25VU (Lights, Anti Ice, Cabin press, Signs, APU) z.B. 150 € kostet, das 30VU (AIR COND) 150 €, 35VU (ELEV) 150 €, usw…
Hmm, ich hab mir das Wingflex Panel tatsächlich auch in diversen YouTube-Reviews angeschaut. Ich würde jetzt aber Deine Aussage, dass Rowsfire nicht mithalten kann, nicht teilen. Auch wirkt es für mich weniger im Hobbykeller zusammengelötet als z.B. die wirklich arschteure Throttletek-Box, aber das ist ein anderes Thema… Bzw. ist das auch Geschmackssache. Gerade die Tatsache, dass das Rowsfire-Panel etwas kleiner und kompakter ist (und dabei für mich immer noch nach Airbus aussieht), war für mich ein Vorteil. Ich will das aus Raumgründen gar nicht so groß! Und Überkopf habe ich das Rowsfire-Panel bei mir auch eingebaut, an einem Monitorarm. Vom Funktionsumfang sind beide fast identisch, da empfinde ich den geringeren Preis des Rowsfire durchaus als attraktiv.
Ja, leider sieht das sehr nach 3-D-Drucker aus. Das Produkt von Wingflex hat zwar nicht die Originalgröße, geht vom Design her aber schon eher in die längliche Form des Originals. Auf dem Schreibtisch möchte ich es wegen der Größe aber nicht aufstellen. Ich finde es schon interessant, wie sich die Marktlage derzeit entwickelt und wie die chinesischen Hersteller die Produkte aus Europa und den USA verdrängen. Die Qualität und der Preis waren vor zehn Jahren unvorstellbar. Wenn ich mich an den Preis meines GF-Yokes erinnere, das sind nur ein paar Federn in einem Metallrahmen, und vergleiche ihn mit dem Moza Force Feedback Joystick, dann ist das eine enorme Entwicklung. Leider sind bei mir in Richtung Cockpit räumliche Grenzen gesetzt, sonst würde das massiv eskalieren. 🙂
Ich habe man das MiniOverhead von MiniCockpit geholt. Gefühlt spricht darüber niemand, aber zu Unrecht. Durch seine minimalistische Bauweise ist es quasi ein kleines Streamdeck, aber mit Airbusfeeling und Haptik. Wäre auch ein Test wert 😉
Funktioniert aber nur zusammen mit der miniFCU laut Website.
Ich finde es tatsächlich ein gutes Produkt, ohne es selbst zu besitzen.
Ich baue meine Panels selbst und kann Euch sagen: Der Aufwand der da drinnen steckt ist enorm.
Klar sind die Materialkosten überschaubar. Rechnet man den 3D-Drucker und ein System für den mehrfarbigen Druck heraus bleiben nur noch wenige Euros für die Elektronikteile übrig. Wohlgemerkt mit MwSt., da ich ja Endkunde bin. Da kommt man inkl. PCBs für die Korrys auf ca. 50€ für ein solches Overheadpanel.
Wenn man dann aber die Zeit für das Konstruieren der Komponenten in Fusion, das Drucken sowie den Zusammenbau in Geld ummünzen würde, sind die ~300€ für so ein Overheadpanel echt ein super fairer Kurs.
Die Leistung die da dahinter steckt, z.B. die Konstruktion eines entsprechenden großen PCBs für alle Komponenten, die Entwicklung der Hülle, Knöpfe usw. ist schon echt enorm, wenn man sich da mal wirklich mit beschäftigt.
Wenn man dann noch mit einrechntet, dass es sicher immer noch ein relativ „nieschiger“ Markt ist und große Serien nicht möglich sind, dann können wir als Community echt froh sein, dass Firmen wie Rosefire, JavaSim und viele mehr solche Produkte fertigen.
Den „Spaß“ des selbermachens können sie aber nicht ersetzten und dann hat man auch genau die Knöpfe, die man braucht :-))
Happy Landings!
P.s. Ich bin kein Techniker sondern ein Kaufmann und habe mir alles selber beibringen müssen! Mir ist schon klar, dass das für „geschultes Personal“ alles „einfach“ sein kann. Aber auch dieses Personal muss man finden und einbinden 🙂
Ich habe das A107 V3 seit 4 Tagen und kann mich der Meinung anschließen. Das taktile Gefühl ist super und gerade bei Takeoff und After Landing Procedures ist es ein Genuss, nicht mehr im virtuellen Cockpit herum-pannen zu müssen.
Was potentiell zu Verwirrung führen kann, wenn man nicht die Rowsfire-Newsletter aufmerksam mitverfolgt, ist die Erstinstallation: Bislang wurde ja mit Mobiflight und FSUIPC connected, inzwischen (also seit ca. Dezember 25) gibt es aber die hauseigene App, die für das A107 und A105 (das ich mir auch geholt habe) funktioniert. Die in der Box mitgelieferte Anleitung und der QR-Code führen einen aber immer noch zu den alten Mobiflight-Datein. Wie gesagt, wenn man es weiß sucht man sich die App selbst und sollte dann auch zurecht kommen.
Ganz so selbsterklärend finde ich die App allerdings noch nicht. Ich habe anfangs ein paar Versuche gebraucht, bis die entsprechenden COM-Ports gefunden wurden.
Was bei mir aktuell leider nicht funktioniert, ist die Integralbeleuchtung. Generell funktioniert sie, wie der Testmodus zeigt, aber im Fenix bleibt sie dunkel. Liegt aber evtl. an der Version 1.5 der App, Rowsfire hat da auf der fb-Page unspezifisch Probleme verlautbart. Wenn da jemand mehr weiß, lasst hören.
Der offizielle Rollout der App ist wohl eh erst jetzt im Januar, da wird sich also die Geschichte mit der Dokumentation wahrscheinlich noch ändern.
Alles in allem ein super Produkt und in der Bedienung fast so ein No-Brainer wie Mini-FCU/EFIS und WinWing MCDU.
Ist richtig, Die aktuelle Version 1.5 der App führt leider beim Backlighting des Overheadpanels zu Problemen. ich habe dazu mit Rowsfire Rücksprache gehalten, das liegt wohl am A105, da überschneidet sich etwas. Mit der 1.4 geht es aber problemlos. Update auf 1.6 um das Problem zu fixen soll diese Woche noch kommen. Rowsfire arbeitet wirklich mit Hochdruck daran.
Hallo zusammen, wenn ich das Rowsfire in ihrem Shop bestelle kommen da nicht auch noch Zollgebühren und Mehrwertsteuer hinzu.
Nee, das war der Endpreis.