
Nach der Beta ist vor der Beta: Mit Build 1.8.5.0 schiebt Asobo die nächste Beta-Runde von Sim Update 6 nach – und die Liste liest sich, wie es sich für einen Flugsimulator im Dauerbetrieb gehört: episch lang, thematisch quer durch alle Gewerke, und mit dem einen oder anderen Fix, auf den Teile der Community seit Monaten gewartet haben.
Grafik und Performance
Der auffälligste Neuzugang dürfte für viele der offizielle DLSS-4.5-Support sein, der künftig als nativer Standard-Upscaler fungiert – inklusive Dynamic Frame Generation samt In-Game-VSync. Parallel dazu zieht FSR4 von AMD nach. Wichtig für alle mit roter Grafikkarte: Die Versionsauswahl verschwindet aus den Sim-Settings, künftig entscheidet einzig der GPU-Treiber, welche FSR-Generation tatsächlich zum Einsatz kommt. Wer also von FSR3 auf FSR4 wechseln will, schaut nicht mehr im Sim, sondern im Adrenalin-Treiber nach. Dazu kommen Verbesserungen beim Texture- und LoD-Popping im Cockpit sowie ein Fix für Raymarched Shadows in größerer Entfernung.
Gameplay-Komfort
Nach anhaltendem Community-Feedback lässt sich der Flug im Modus „Freier Flug“ jetzt optional ohne Walkaround starten – einstellbar über die Assistenzoptionen. Wer morgens vor der Arbeit noch schnell eine Ehrenrunde drehen will, spart sich damit den Spaziergang ums Flugzeug. Kleinere, aber spürbare Komfortverbesserungen: Tooltips für die Toolbar-Buttons beim Hovern, sortierte Departures/Arrivals nach Zeit in Live-Aktivitäten, und die berüchtigte Taxi Ribbon wurde gleich mehrfach zur Ordnung gerufen – kein Durchschneiden von Terminals mehr, keine sinnlosen Umwege zum Parkplatz, keine falschen Hold-Short-Lines.
Systeme unter der Haube
Wer sich für die Kernsysteme interessiert, findet einiges Substanzielles: Das Elektriksystem (ab Version 2.3) bekommt eine verbesserte Lastverteilung über mehrere Busse sowie eine Debug-Anzeige für die tatsächliche Spannung auf den Leitungen. Beim Hydrauliksystem gibt’s einen neuen Parameter namens „DropPressure“, der verhindert, dass Aktuatoren allein durch den Umgebungsdruck von 14 psi bewegt werden können – ein Detail, das Systemtüftler freuen dürfte. Und beim Pneumatik-/ECS-System wandert die Outflow-Valve-Logik optional (Version 2) von reiner Druck- zu Steigraten-Regelung der Kabine. Auch die Garmin G3000/G5000 wurden angefasst: Das Layout der Wetterradar-Settings orientiert sich jetzt näher am realen Vorbild, inklusive manueller Tilt- und Bearing-Steuerung, sofern das Flugzeug über ein Wetterradar verfügt.
VR und Career
VR-Piloten dürfen sich über PSVR2-spezifische Verbesserungen freuen – bessere Auflösung im Zentrum des Sichtfelds, überarbeitete Wolken, ein gefixter Night-Vision-Effekt. Zusätzlich gibt’s neue Controller-Bindings für Cockpit-Interaktion und ein sanfteres Loslassen des virtuellen Steuerhorns. Im Karrieremodus wandern Standortinfos in die Flottenübersicht der Airlines, und die Briefing-Seite zeigt künftig Runway-Infos direkt aus dem EFB an.
Und sonst so: Dutzende weitere Detailfixes – von der Business-Jet-Warnleuchte über Subtitle-Timing bis zur Sprachumschaltung bei POIs – runden das Update ab. Die vollständige Liste ist, wie immer bei Sim Updates, eher ein Nachschlagewerk als ein Absatz zum Durchlesen.
