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Für den X-Plane 12 wurde eine neue Umsetzung der BAE Avro RJ angekündigt. Hinter dem Projekt steht ein Einzelentwickler, der unter dem Namen „Snailworks“ an einer eigenen Variante der regionalen Jet-Serie arbeitet. Was ursprünglich als kleines Modeling-Experiment und Machbarkeitsstudie begann, hat sich mittlerweile zu einem umfangreichen Freeware-Projekt entwickelt.

Die geplante BAE Avro soll vollständig kostenlos erscheinen. Entwickelt wird das Add-on eigenständig – von 3D-Modellierung und Texturierung über Flugmodell bis hin zur Systemprogrammierung. Erste Systeme wurden bereits mit SASL umgesetzt, darunter mehrere Displays, die aktuell als 2D-Fenster funktionsfähig sind. Auch ein grundlegendes Flugmodell ist vorhanden, soll jedoch im weiteren Verlauf durch Community-Feedback verfeinert werden.

Fokus auf Modellierung und PBR-Umsetzung

Ein Schwerpunkt liegt derzeit auf der visuellen Umsetzung. Gezeigt wurden unter anderem frühe Wireframe-Ansichten des Rumpfes sowie ein fortgeschrittenes Außenmodell der RJ85-Variante. Texturen und Materialien werden mit PBR-Technik umgesetzt. Der Entwickler gibt an, auf mehrere Jahre Erfahrung mit Blender zurückzugreifen, um eine möglichst detaillierte und zeitgemäße Darstellung zu erreichen.

Aktuell konzentriert sich die Arbeit vor allem auf Cockpit- und Innenraummodell. Gerade dieser Bereich gilt als besonders zeitintensiv, weshalb detaillierte Einblicke bislang noch ausstehen.

Geplante Varianten und Ausrichtung

Den Auftakt soll die RJ85 machen, gefolgt von der RJ100 und RJ70. Darüber hinaus stehen mögliche Fracht- und Militärvarianten im Raum. Ob alle Versionen als Freeware erscheinen, hängt laut Entwickler vom erreichbaren Qualitätsniveau ab.

Eine Veröffentlichung für den X-Plane 11 ist derzeit nicht bestätigt. Das Projekt wird von Grund auf für X-Plane 12 entwickelt, sodass eine Rückportierung aktuell offenbleibt.

Kein Release-Termin aber Hilfe ist wilkommen

Einen konkreten Veröffentlichungstermin gibt es nicht. Das Projekt entsteht in der Freizeit des Entwicklers und wird entsprechend ohne festen Zeitplan vorangetrieben. Unterstützung aus der Community ist ausdrücklich willkommen; Interessierte können sich direkt beim Entwickler melden. Zudem wurde ein eigener Discord-Server eingerichtet, um Fortschritte zu teilen und Feedback zu bündeln.

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GiesingSimPilot
GiesingSimPilot
21 Tage zuvor

Ich ziehe meinen Hut vor jedem, der sich da rein fuchst! Viel Glück und Erfolg beim Jumbolino 🙂

Markus F
Markus F
21 Tage zuvor
Antwort auf  GiesingSimPilot

Absolut!

Gleichzeitig mache ich mir da immer etwas Sorgen wenn geschrieben wird „es soll Version A und B geben und am Horizont sehe ich noch C und D“ – Überforderung und Burnout klopfen schon mal höflich an…

Gerade wenn es doch nicht kommerziell ist hat man doch keinen Druck und könnte locker die Version machen die einem am meisten zusagt bzw am besten umzusetzen ist. Und wenn man das geschafft hat kann man weiter sehen.

CFG278
CFG278
19 Tage zuvor

Die 10 Gebote für Designer und Entwickler in der Flugsimulation lauten:

  1. Du sollst kein Flugzeug verkünden, solange du nur Polygone polierst und die System noch im heiligen Zustand „kommt später“ verharren.
  2. Du sollst keine Renderbilder als Fortschritt verkaufen, wenn im Cockpit jedes zweite Instrument nur ein dekorativer Kreis ist.
  3. Du sollst den Begriff „Study Level“ nicht missbrauchen, solange dein Autopilot ungefähr soviel kann wie ein nasser Ziegelstein.
  4. Du sollst nicht „fast fertig“ sagen, wenn der Flugplan im Code noch als Kommentar existiert.
  5. Du sollst nicht von „Release bald“ sprechen, wenn dein erstes Cold-And-Dark-Starten im Simulator mit einem CTD endet.
  6. Du sollst die Community nicht mit Teasern prüfen, nur weil du drei neue Screenshots aus derselben Perspektive gerendert hast.
  7. Du sollst keine Roadmaps verkünden, deren einziger sicherer Punkt das Datum des nächsten Teasers ist.
  8. Du sollst keine Systeme versprechen, die momentan nur im Kopf des Entwicklers und in einer PowerPoint existieren.
  9. Du sollst die Geduld der Simmer nicht unnötig reizen, indem du „Work in Progress“ sagst, wenn eigentlich „Work not yet begun“ gemeint ist. Und vor allem …
  10. Du sollst erst dann laut vom neuen Flugzeug sprechen, wenn mehr funktioniert als nur das Fahrwerk ein- und auszufahren.

Amen!

Noah B.
Noah B.
20 Tage zuvor

Einfach geil, und sowas dann noch kostenlos. Ein Traum

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