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Mit X-Plane 12 wurde die Möglichkeit der OpenGL-Nutzung für Windows- und Linux-Nutzer:innen aus den Grafikeinstellungen verbannt. Vulkan allein ist jetzt als Engine fürs Rendering zuständig. Dennoch nutzen viele Plugins OpenGL zur Darstellung. Das sorgt vor allem auf AMD-Systemen für schlechtere Performance. Damit soll jetzt Schluss sein. Soll.

Sydney Just, Software Engineer bei Laminar Research, war es ein eigener Blogpost wert. Zu begeistert scheint er von der Möglichkeit zu sein, die sich jetzt Nutzer:innen von AMD-Grafikkarten auftut: Zink als verbindendes Element, das mehr Performance verspricht und in die Grafikeinstellungen von X-Plane 12 eingebaut wurde. Wer einen Haken setzt und X-Plane neu startet, lässt den Simulator Zink nutzen.

Doch was ist diese Schnittstelle, die sich den Namen beim Naturelement klaut? Zink-Treiber ist ein Gallium-Treiber. Und Gallium? Eine API, um Grafik-Treiber zu schreiben.

In anderen Worten: Zink schafft es, Vulkan-API-Aufrufe auszusenden, anstatt auf eine bestimmte GPU-Architektur abzuzielen. Einfacher gesagt: Es ist das Element, das eine volle Desktop-OpenGL-Unterstützung auf Anwendungen ermöglicht, die nur auf Vulkan als Engine setzen. Kapiert? Gut. Ich auch nicht.

Machen wir es deshalb noch einfacher: OpenGL-Anwendungen brauchen in X-Plane 12 Hilfe des Grafikkarten-Treibers, um mit der Grafikengine von X-Plane 12 (Vulkan) zu kommunizieren. Und da vor allem AMD-Nutzer:innen diese Hilfe in Form des Treibers nicht gerade als Performance bringend erleben, soll Zink helfen. Zink ist also „zunächst einmal ein Grafiktreiber, der zwischen Plugins und X-Plane sitzt und das OpenGL-Rendering des Plugins in native Vulkan-Befehle übersetzt, die von demselben Vulkan-Gerät ausgeführt werden, das X-Plane zum Rendern verwendet“, schreibt Sydney in seinem Blogpost. 

Doch jetzt kommt das Problem: Da viele Plugins immer noch auf OpenGL und damit auf eine eigentlich veraltete Darstellungstechnik setzen, ist mit Zink Arbeit angesagt. Das betrifft vor allem die Display-Darstellung von Add-on-Flugzeugen. Ein Negativbeispiel? Wer das Zink-Häkchen gesetzt hat, X-Plane neu startet und den HotStart Challenger hochfährt, wird schwarze Bildschirme vorfinden.

Zink bedeutet für AMD-Anwender:innen zwar mehr Performance und eine sauberere Frame-Generation, für Add-on-Anbieter heißt es aber: Anpassungen. Die eigenen Plugins müssen nochmals angefasst werden, um Zink zu nutzen. Die gute Botschaft hier: Zink ist Open Source und hinreichend dokumentiert, erklärt Sydney Just. 

Und natürlich lief die Einführung von Zink auch nicht reibungslos. So konnten Nividia-Nutzer:innen auch Abstürze erleben, wenn sie Zink aktiviert hatten. Schnell veröffentlichte Beta-Updates lösten diese ersten Probleme, am Ziel sei man aber noch nicht.

Denn vor allem bei den Add-ons muss noch viel geschehen. Hier bitte Sydney die Nutzer:innen, X-Plane-Logs zu posten und dabei zu helfen, Zink möglichst schnell in der Fläche zu verbreiten.

Und apropos Kommunikation: X-Plane hat jetzt auch einen eigenen Discord-Server.

Die komplette Diskussion mit dem Entwickler findet ihr außerdem im X-Plane.org-Forum. Ach ja, und ein paar Beta-Updates gab es in den letzten Tagen für X-Plane 12 auch. 

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7 Kommentare
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simmershome
simmershome
1 Jahr zuvor

Nutzer:innen“ …finde ich nicht im Duden.

Bernd
Bernd
1 Jahr zuvor
Antwort auf  simmershome

Simmershome finde ich auch nicht im Duden.

Eckehard
Eckehard
1 Jahr zuvor
Antwort auf  simmershome

Spar dir doch solche Kommentare einfach. Das nützt keinem was.

webcodr
webcodr
1 Jahr zuvor

Ich bin selbst Software-Entwickler und kann verstehen, dass man solche technischen Details nicht weglassen möchte, aber im Großen und Ganzen, tut man damit den meisten Leuten einfach keinen Gefallen.

Es hätte seitens Laminar Research gereicht zu sagen, dass sie eine Library Zink einsetzen, um die OpenGL-Befehle der Add-Ons in Vulkan zu übersetzen und damit die Leistung verbessern. Gallium hätte man überhaupt nicht erwähnen müssen, das verwirrt nur unnötig. 

Elgreco11
Elgreco11
1 Jahr zuvor

Gestern Zink probehalber aktiviert, Absturz, habe Nvidia

CFG278
CFG278
1 Jahr zuvor

Man, bin ich froh, dass ich XP12 auf einem Intel-iMac nutze. Das läuft absolut zufriedenstellend …

Marco
Marco
1 Jahr zuvor

Da AMD mit der Optimierung ihrer Treiber, was die OpenGL-Vulkan Bridge angeht, leider seit jeher scheiterte, nimmt Laminar das nun selbst in die Hand.
Ich kann nur jedem mit einer AMD Grafikkarte wärmstens empfehlen, bei „Zink“ den Haken zu setzen. Der Performance Boost ist unglaublich.
Bei mir (6800XT) bringt das satte 15-25FPS mehr bei komplexen Airlinern.
Aktuell teste ich die Rotate MD-11, die leider bisher fast unfliegbar war mit ganz knapp über 20FPS. Mit „Zink“ kann ich die endlich wieder nutzen.
Soweit ich das testen konnte, funktionieren folgende Addons trotz dieser Option: Rotate MD-11, die ToLiss Airbusse, FF A350, FF 767 (kommt zwar eine Inkompatibilitätswarnung, scheint aber trotzdem zu laufen) und der Felis 747.
Bravo Laminar! Großartige Arbeit!
Endlich kann ich mich bei den Schiebern der Grafikeinstellungen auch mal aus der Mitte etwas weiter nach rechts wagen.
Und nVidia Besitzer brauchen sich gar nicht beschweren. Die hatten schon immer diesen FPS Boost durch den Treiber 😉

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