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Robert Randazzo hat sich wieder im Texten geübt. Die Erkenntnis: Vieles ist in der Mache, doch nichts scheint fertig: Ob Global Flight Operations, 777-Cockpit oder die 737 für den MSFS, die Entwickler bei PMDG scheinen viel zu tun zu haben.

737 für den Microsoft Flight Simulator

Es liest sich schon wie ein Dämpfer. Hatte Robert Randazzo vor kurzem im Skyblue Radio Podcast noch den Release der 737 für den Microsoft Flight Simulator grob auf Januar 2022 datiert (statt wie re-angekündigt Dezember 2021), schickt der PMDG-Chef auch diese Erwartung ins Holding. „Was wir jetzt sagen ist, dass wir vorübergehend die Ankündigung aufschieben, wann die Veröffentlichung stattfinden könnte“, erklärt Robert Randazzo jetzt in einem Beitrag im PMDG-Forum. In anderen Worten: Die 737 verspätet sich nicht, aber die Ankündigung, wann sie kommt?

Das Positive: Die PMDG 737 kommt. Irgendwann. Vielleicht in vier Wochen. Vielleicht in 20. Vielleicht in zwei Jahren. Doch in welcher Form und Ausstattung, das muss das Team um „RSR“ noch herausfinden.

Den Grund kennen die Fans ja schon. Der Microsoft Flight Simulator würde der Portierung bestehender Systeme mal wieder die Grenzen aufzeigen: „Auf der MSFS-Plattform sind einige Änderungen und Fixes erforderlich, ohne die wir die 737 nicht veröffentlichen können. Wir wissen derzeit nicht, wann wir mit diesen Änderungen/Fixes rechnen können, daher wollen wir kein Release-Kreuz im Kalender machen, bis wir diese Informationen in den Händen halten“, erklärt Randazzo.

Es ist das alte Lied, auf das viele Add-On-Größen derzeit einstimmen. Immer wieder scheinen Entwickler Asobo in den Zugzwang zu schicken, um die gewohnte (P3D-)Architektur ihrer Add-ons auch im MSFS zu bieten. Denn ohne die Zuarbeit von Asobo müsste man sonst bei der PMDG 737 Einschränkungen erwarten: „Wenn die Änderungen nicht vorgenommen werden, müssen wir einige Kernfunktionen entfernen, die unserer Meinung nach für den vollen Genuss der 737 wichtig sind“, fordert Randazzo. „Aus diesem Grund hoffen wir, dass auf unsere Anfragen reagiert wird und möchten, dass sie von Asobo verarbeitet, recherchiert und verstanden werden.“ Doch selbst wenn Asobo jetzt schon reagiere, müsste man mit zusätzlicher Wartezeit rechnen. PMDG müsse dann abwarten, bis die Änderungen von Asobo den Test- und Freigabeprozess des MSFS durchlaufen haben, so Randazzo.

Ein Funktionsbeispiel gibt Randazzo auch. Die Darstellung des Flughafenplans in der EFB würde durch eine Technologie gesteuert werden, die die Architektur des Microsoft Flight Simulators nicht zulasse. Daher prüfe PMDG, wie sie die EFB-Funktion innerhalb der Beschränkungen beibehalten können. 

Auch wenn dies alles sehr negativ klingt, käme man doch gut voran. „Es gibt einige fantastische Fortschritte“, schreibt der PMDG-Frontmann. „Das Flugmodell wird gerade konfiguriert, ebenso die Cockpit- und Modellanimationen.“ Aber auch optisch komme man voran, wie wohl der Screenshot beweisen soll. 

DC-6 für Xbox

Vor kurzem hat PMDG aufgrund von Problemen die DC-6 für die XBox-Version des MSFS wieder aus dem Marketplace genommen. Hier konnte man nach wenigen Tagen das Problem ausmachen, jetzt sei Microsoft am Zug, um das Problem zu fixen. „Wir warten noch auf weitere Updates von Microsoft oder Asobo zu diesem Thema. Im letzten Update hatten wir Informationen bereitgestellt, die uns zu dem Schluss führen, dass es einen Konflikt zwischen MSFS und der Xbox selbst gibt, der zum ersten Mal mit der DC-6-Version auftauchte“, erklärt Randazzo. 

 Golbal Flight Operations (GFO)

Für die größten Fragezeichen sorgt bei PMDG sicher GFO. Das Projekt wurde angekündigt, als der MSFS noch nicht mal absehbar und wird seitdem nur vom Kreis der Betatester intensiv genutzt. Die MSFS 737 hätte GFO in den letzten Wochen Entwicklungszeit geraubt, erklärt Randazzo. „Trotzdem ist es uns gelungen, einige interessante neue Funktionen hinzuzufügen, die ich noch nicht ganz mitteilen möchte – und wir arbeiten auch an einigen anderen“, beschreibt Randazzo vage den Status.

777 und 747 – P3D weiterhin im Fokus

Mit dem jüngsten Update des Prepar3D hat dieser Simulator wieder einen Schub bekommen. Auch Randazzo kündigt in seinem Post an, dem P3D  in den 64Bit-Versionen vorerst nicht den Rücken zu kehren. Man hätte es zumindest noch nicht diskutiert. Derzeit überarbeite man das LNAV- und Flight-Director-System der 747. Auch die DC-6, Jetstream 41, 737 und 777 wolle man hier auf den neuesten Stand bringen, ohne sich auf ein Datum festzulegen. Bei den Navdaten wolle man im Zusammenarbeit mit Navigraph die Quelldaten in ein neues Format gießen. Ein Vorhaben, das die meisten User:innen aber nicht wirklich tangiere und daher unbemerkt bleibe.

Zum Cockpit-Overhaul der 777, das Randazzo im Februar dieses Jahres auf Dezember 2021 angekündigt hatte, äußert sich der PMDG-Chef nicht. Vielleicht werden hier noch Infos folgen, denn heute um 18 Uhr MEZ will Randazzo nochmal in die Tasten hauen. Wer weiß, was dann im Forum steht. Es wäre nicht das erste Mal, dass der PMDG-Chef überrascht. Bis dahin bleiben PMDG-Fans wohl dort, wo GFO, MSFS 737, 777-Cockpit und Xbox-DC-6 gerade kreisen: In der Warteschleife. 

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Thomas-NUE
Thomas-NUE
9 Monate zuvor

Hinter Randazzos Post steht eine eindeutige Aussage: Die MSFS Infrastruktur lässt Stand heute die Implementierung von gewohnt komplexen Addon-Flugzeugen nicht zu. Es geht nicht, Flugzeuge in der gleichen Qualität wie für P3D und X-Plane anzubieten. Dafür müsste Asobo Anpassungen vornehmen, von denen niemand weiß, wann, ob und wie zuverlässig sie jemals kommen werden. Und PMDG ist ein Schwergewicht mit viel Erfahrung. Man kann davon ausgehen, dass A2A, FSLabs und viele andere vor den exakt gleichen, unlösbaren Problemen stehen.
Ich verstehe die Aussage sogar so, dass es die PMDG 737 im MSFS „bis auf Weiteres“ nicht geben wird.

simmershome
9 Monate zuvor
Antwort auf  Thomas-NUE

Asobo will diese Flieger wahrscheinlich gar nicht unbedingt. Der Spaß funktioniert doch auch hervorragend auf etwas abgespecktem Level.
Aber es gibt ja einen neuen Stern im Firmament namens Thacker.Hoffentlich verglühen sie nicht alle so schnell wieder,.wie sie kommen. Genug davon habe ich in den letzten 25 Jahren gesehen.

Thomas-NUE
Thomas-NUE
9 Monate zuvor
Antwort auf  simmershome

Asobo hat von Flugzeugen wahrscheinlich so wenig Ahnung, dass sie die Wünsche von PMDG gar nicht richtig verstehen.

Kai-Uwe Weiß
Kai-Uwe Weiß
9 Monate zuvor
Antwort auf  Thomas-NUE

Brauchen sie auch nicht, sie produzieren jede Menge andere Spiele; das Handwerk verstehen sie.
Die Sache wird die sein, das sie es nicht gewöhnt sind, mit nach außen offenen Schnittstellen und SDK’s für Drittanbieter zu arbeiten. Die anderen Games sind abgeschlossene Sachen, da ist alles fertig und wenn etwas ergänzt wird oder zuzukaufen gibt, dann kommt das von ihnen selber.

Kai-Uwe Weiß
Kai-Uwe Weiß
9 Monate zuvor
Antwort auf  Thomas-NUE

War der FSX nicht auch reich an Limitierungen, um die man herumprogrammiert hatte? So habe ich es jedenfalls öfters in den Manuals gelesen.
Das sollte doch jetzt auch gehen, vielleicht mit anderer Technik als damals.

David
David
9 Monate zuvor

Ich kann doch nicht der Einzige sein, dem dieses ständige große Ankündigen machen
und am Ende nichts bei rum bringen dermaßen auf den „Seggel“ geht?

PMDG, hier eine Bitte an euch:
Arbeitet an euren Produkten weiter und meldet euch dann, wenn ihr wirklich etwas vorzuweisen habt.

Amen

onlinetk
onlinetk
9 Monate zuvor
Antwort auf  David

Ja nur dann fragt sich jeder nach „Jahren“ der Abstinenz ob es PMDG noch gibt

David Blei
David Blei
9 Monate zuvor
Antwort auf  onlinetk

„Sich zu Wort melden, wenn man etwas vorzuweisen hat“, bedeutet ja nicht, dass man keine Kundenkommunikation mehr betreiben sollte.
Vielmehr sollte darauf geachtet werden, nicht ständig Ankündigungen zu machen, welche später nicht eingehalten werden können.

Ein vorbildliches Verhalten hat meiner Meinung nach IniBuilds vorzuweisen. Wenn ein neues Produkt wenige Wochen vor der Veröffentlichung steht, wird i.d.R. die erste Ankündigung verfasst und in den Wochen darauf solide Werbearbeit geleistet.

Dass mal ein Projekt aus dem Zeit- oder geplanten Featurerahmen fällt, ist nichts Schlimmes per se, es sollte sich einfach im Rahmen halten.

Marlon
Marlon
9 Monate zuvor

Das versprochene neue Cockpit für die 777 bis Ende 2021 war also mal wieder eine Lüge, wie 95% aller Aussagen von PMDG für die Tonne sind.
Nein, Danke!

Alexander
Alexander
9 Monate zuvor
Antwort auf  Marlon

Ich wiederhole mich da gerne, aber sind inzwischen nicht alle Ankündigungen von PMDG Schall und Rauch?

Die Produktpalette wird recycelt und damit wird weiter Geld gemacht.

Innovation? Neue Features? Anbindung an andere Add-Ons oder grundlegende Funktionen wie eine funktionierende Volume Control des Audio Selector Panel? Datalink? Nichts.

Der Hersteller passt aber zu MSFS und zu Asobo. Viel Blabla und schöne Optik ohne Hintergrund.

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