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Nach über drei Jahren Entwicklung ist es heute endlich so weit: Grinnelli Designs hat die F-100D Super Sabre für Digital Combat Simulator veröffentlicht. Die „Hun“, wie sie von ihren Piloten liebevoll genannt wurde, ist damit das neueste Modul im DCS-Hangar.

Ein Stück Kalter Krieg im Cockpit

Die F-100D ist kein Flugzeug für Leute, die es sich gerne bequem machen. Als erster US-Kampfjet, der im Horizontalflug die Schallmauer dauerhaft durchbrechen konnte, schrieb die Super Sabre Luftfahrtgeschichte. Im Vietnamkrieg war sie als Fighter-Bomber allgegenwärtig – und berüchtigt dafür, keinen Fehler zu vergeben. Genau das spiegelt Grinnellis Umsetzung wider.

Detailverliebt bis auf die letzte Niete

Das externe Modell und das Cockpit wurden anhand tausender Fotos, Photogrammetrie-Scans und sogar Laserscans eines echten F-100D-Museumsflugzeugs erstellt. Das Ergebnis: Panel Lines, Nieten und Oberflächen, die dem Original so nah kommen, wie es in DCS bisher selten zu sehen war. Dazu gibt es historisch korrekte Lackierungen, von USAF-Trainingseinheiten bis hin zu Vietnam-Kampfmarkierungen.

Ein Flugmodell, das es ernst meint

Grinnelli hat das Flugmodell (EFM) anhand echter Berichte zu Kurz- und Langzeitdynamiken entwickelt und von echten F-100-Piloten verifizieren lassen. Wer also zu forsch in eine Kurve geht oder die Triebwerksleistung falsch einschätzt, bekommt das direkt zu spüren. Kompressor-Stalls, Nachbrenner-Zündaussetzer (besonders beim älteren J-57-P-21) und das berüchtigte Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten sind kein Beiwerk – sie sind Teil des Erlebnisses.

Systeme, die wirklich simuliert werden

Unter der Haube steckt eine beeindruckende Systemtiefe:

  • Elektrik & Hydraulik werden physikalisch korrekt simuliert, inklusive realer Spannungen, Ströme und hydromechanischer Strömungen.
  • Triebwerksmodell mit Thermodynamik, Öl, Getriebe, Zündung und Nachbrenner – zwei Nachbrennervarianten stehen zur Auswahl.
  • RHAW-System (AN/APR-25): Warnt vor SAM-Bedrohungen, erkennt Radarsignale und zeigt Kurven für drei spezifische Bedrohungsbänder an – dynamisch und mit einzigartigen Geräuschen für jede Radareinheit.
  • Bremsentemperatursimulation: Zu heiße Bremsen? Rauchentwicklung und Bremsversagen inklusive.

Bewaffnung vom Feinsten

Die F-100D kommt gut ausgerüstet: Vier 20-mm-Pontiac-M39-Kanonen, bis zu vier AIM-9-Sidewinder (inklusive der neuen AIM-9E), AGM-45 Shrike für SEAD-Missionen sowie konventionelle Bomben, Raketen, Napalm und zwei neue Streubombenwerfer (CBU-38 und CBU-7). Das Feuerleitsystem unterstützt dabei sowohl Luft-Luft- als auch Luft-Boden-Einsätze.

Zero-Length-Launch – weil eine normale Startbahn manchmal zu viel verlangt ist

Eines der ungewöhnlichsten Features: der Zero-Length-Launch (ZELL). Das raketengestützte Startsystem ermöglicht es, die vollbeladene Hun aus dem Stand in die Luft zu schicken – ohne Runway. Missionsbauer können damit Szenarien mit versteckten Vorwärtsbasen, Straßenpisten und improvisierten Abschussrampen kreieren. Historisch nie im Einsatz gewesen, aber in DCS jetzt Realität.

Und sonst?

Mit dabei sind außerdem ein interaktives In-Game-Handbuch, fünf Trainingsmissionen zum Start, Instant-Action-Missionen für verschiedene Karten (Kaukasus, Marianen) sowie ein anpassbares Armaturenbrett – wer will, kann die Anordnung sogar zufällig generieren lassen, für ein noch authentischeres „Ich bin neu hier“-Gefühl.

Die DCS: F-100D Super Sabre ist ab sofort im DCS E-Shop erhältlich.

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3 Kommentare
Bewertung
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Raphael
Raphael
24 Tage zuvor

Ein M zu viel in der Überschrift

Lasstmichdurch
Lasstmichdurch
22 Tage zuvor

Ist ein ganz feines Gerät geworden…

Lowpull
Lowpull
22 Tage zuvor

… eine absolute Ikone… Luftfahrtgeschichte pur !
Und meisterlich in DCS umgesetzt, alleine schon die ersten Eindrücke begeistern mich komplett !

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