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Umberto hat für sein Bodenabfertigungs-Addon GSX innerhalb von zwei Tagen zwei Updates veröffentlicht. Version 4.0.8 erschien am 8. Juli 2026, Version 4.0.9 folgte am 9. Juli 2026. Im Zentrum steht ein neues Bewusstsein der Fahrzeuge für den Platz rund um das Flugzeug, das die Abfertigung deutlich flüssiger und realistischer ablaufen lassen soll.

Bodenverkehr mit Raumbewusstsein

Mit 4.0.8 kennt jedes GSX-Fahrzeug nun den Raum um das Flugzeug: die Arbeitsflächen, die andere Fahrzeuge belegen oder gleich belegen werden, sowie die Routen, die sie gerade fahren. Fahrzeuge fahren nicht mehr ineinander. Ein Fahrzeug rückt erst dann an, wenn seine Arbeitsfläche tatsächlich frei ist, statt loszufahren, während dort noch ein anderes steht. Das funktioniert automatisch mit jeder Betankungsstrategie, jedem eigenen Anfahrtsweg und jeder eigenen Halteposition. GSX leitet den tatsächlichen Platzbedarf jedes Fahrzeugs aus dessen konkreter Parkposition ab, auch bei Gliederfahrzeugen: Ein Gepäckzug wird Wagen für Wagen erfasst, ein Tankwagen als Zugmaschine und Anhänger.

Auch in Bewegung nehmen die Fahrzeuge aufeinander Rücksicht. Sie sehen die Routen der anderen, geben Vorfahrt, verlangsamen und warten auf kreuzenden Verkehr. Feste Vorfahrtsregeln sorgen dabei dafür, dass zwei Fahrzeuge niemals dauerhaft aufeinander warten. Ein abfahrender Wagen, dessen Weg an einem noch arbeitenden Fahrzeug vorbeiführt, der klassische Fall des Tankwagens, der durch die Catering-Position abfährt, hält jetzt, bis der Weg physisch frei ist, und fährt in dem Moment weiter, in dem er es ist. Die Fahrzeuge passen dabei nur ihr Timing an, nie ihre Route: Eigene Anfahrts- und Abfahrtswege werden immer exakt so gefahren, wie sie angelegt wurden.

Kürzere statt längere Abfertigungen

Das neue System ersetzt die alten festen Sicherheitszeiten und pauschalen Regeln durch echte Geometrie, sodass Dienste starten, sobald der Platz wirklich frei ist. Das Catering wartet nicht mehr eine feste Zeit nach der Betankung, Wasser- und Toilettenwagen fahren ihren Serviceanschluss so an, dass sie der hinteren Treppe, dem Cateringwagen und sich gegenseitig aus dem Weg bleiben, leere Gepäckzüge fahren beim Beginn des Boardings sofort ab statt im Weg zu stehen, und die beiden Cateringwagen fahren nun unabhängig voneinander ab. Sobald etwas wartet, nennt die Statusseite den genauen Grund, etwa „Warte, bis der Tankwagen die Arbeitsfläche freigibt“, und zwar gleichermaßen im Panel im Spiel, in der Web-Fernsteuerung und im EFB.

Mehr Dienste gleichzeitig

Das zonenbasierte System hat es FSDreamTeam erlaubt, die meisten willkürlichen Beschränkungen aufzuheben, welche Dienste gemeinsam laufen durften. Statt ganze Dienste vorsorglich zu trennen, laufen sie nun gleichzeitig, wann immer wirklich Platz dafür ist, und warten nur, wenn tatsächlich keiner da ist. Catering, Betankung und Boarding lassen sich jetzt gleichzeitig anfordern: der Tankwagen an der Tragfläche, beide Cateringwagen an ihren Türen, dazu Treppen, Busse und Gepäckzüge, jedes Fahrzeug rückt in dem Moment vor, in dem sein Platz frei wird. Auch die Option „Assistance services Auto Mode“ wird dadurch nützlicher. Wenn sie Betankung und Catering in eine Boarding-Anforderung einreiht, überlappen sich diese Dienste nun wirklich, statt nacheinander abzulaufen, und die Gepäcklader werden losgeschickt, sobald die Wagen ihre Arbeitspositionen eingenommen haben.

Flüssigere Bewegung durch C++

Der zeitkritischste Teil des Animationscodes wurde von Python nach C++ verlagert, was die Latenz stark verringert. Die Position jedes Bodenfahrzeugs, auch der Gliederfahrzeuge samt Wagenkette des Gepäckzugs, Anhänger des Tankwagens und geschlepptem Bodenstromgerät, sowie jedes laufenden Passagiers und Besatzungsmitglieds wird nun vom nativen Code der Engine in jedem einzelnen Bild aktualisiert. Das reduziert das Mikroruckeln in belebten Szenen an großen Flughäfen.

Rechnungen auf echtem Bondrucker

Neu ist außerdem der Druck von Rechnungen auf günstigen Thermo-Kassendruckern mit 58- oder 80-Millimeter-Papierrollen nach dem ESC/POS-Standard, also der Art, die Geschäfte für Kassenbons nutzen. GSX druckt jede Rechnung als echten Papierbon: mit Betreiber-Logo als Briefkopf, aufgeschlüsselten Posten in Landeswährung, Steuern und Summen, abgeschlossen durch einen automatischen Papierschnitt. Die Einrichtung erfolgt ohne Konfiguration über den neuen Abschnitt „Invoice printing“ unter „Settings > Network“, der Bondrucker automatisch erkennt und die Papierbreite direkt vom Drucker ausliest. Ein „Print test“-Knopf erlaubt einen Testdruck. Reguläre Drucker in voller Größe werden bewusst nicht angesprochen, dafür liefert die Option „Open in browser“ der Rechnung zusammen mit der Druckfunktion des Browsers das beste Ergebnis. Vor dem Druck erscheint eine zeichengenaue Vorschau des Bons direkt im GSX-Menü, und der gesamte Ablauf funktioniert identisch aus dem Panel im Spiel, der Web-Fernsteuerung und dem EFB, sowohl aus der Rechnungsbenachrichtigung als auch aus dem Verlauf über „View past invoices“. Eine optionale, standardmäßig ausgeschaltete Funktion namens „Auto Print“ druckt jede neue Rechnung automatisch aus, sobald sie erstellt wird.

Neuerungen für Entwickler und weitere Änderungen in 4.0.8

Auch wurde die Remote-Programmierschnittstelle erweitert. Ein Fernclient wie ein EFB oder ein Lotsen- und Dispatchwerkzeug kann das Parkgate nun mit einem einzigen Befehl direkt aus der veröffentlichten Gate-Liste auswählen. Zudem können Fernclients jetzt dieselben Eigenschaften schreiben, die auch ein Handler-Skript anpassen kann, also Gate-Optionen, Servicepositionen und Routing. Beides ist im mitgelieferten Remote-API-Leitfaden dokumentiert. Bei Mehrfach-Parkpositionen nach dem MARS-System gelten eigene Anfahrtswege nun strikt pro Unterposition, sodass ein auf der Hauptposition angelegter Weg nicht mehr für die Unterpositionen gilt.

Dazu kommen zahlreiche Fehlerbehebungen: Rechnungen für Bodenabfertigung und Passagiertransport zeigen die Beträge nun in Landeswährung, Servicefragen erscheinen zuverlässig in Web-Fernsteuerung und EFB, Menüs im klassischen Stil werden dort wieder korrekt dargestellt, und ein möglicher Komplettstillstand der Couatl-Engine beim erneuten Aufruf eines Menüs wurde behoben. Verbessert wurden außerdem die Laufwege der Passagiere zwischen Flugzeugtreppe und Bus, das gerade Andocken des ankommenden Gepäckzugs, die korrekte Verteilung des wartenden leeren Gepäckzugs, die Anzeige des Tankzählers und des Preisdisplays am Tankwagen sowie die Widerstandsfähigkeit der Engine, die einen Fehler im Animationscode nun isoliert, statt später abzustürzen.

Version 4.0.9: Fahrzeuge finden selbst einen Ausweg

Einen Tag später baut Version 4.0.9 unmittelbar auf dem neuen Bodenverkehr auf. Ein abfahrendes Fahrzeug, dessen Ausfahrt durch ein noch arbeitendes Fahrzeug blockiert ist, wartet nicht mehr nur, sondern plant selbst ein Ausweichmanöver wie ein echter Fahrer. Im klassischen Fall des vom Gepäcklader an der hinteren Frachttür eingekesselten Tankwagens setzt dieser nun zurück, beschleunigt sanft und kommt vollständig zum Stehen, bevor er die Richtung wechselt, und fährt dann um das arbeitende Fahrzeug und um das Flugzeug herum zum Rollweg. Das funktioniert für jedes Fahrzeug, an jeder Parkposition, mit jeder Betankungsstrategie und ohne Konfiguration. Eigene Abfahrtswege werden weiter exakt befolgt, nur wenn eine eigene Route ein paar Minuten lang wirklich blockiert bleibt, sucht sich das Fahrzeug selbst einen Weg. Ein ankommendes Fahrzeug gibt einem abfahrenden nun Vorrang, damit sich An- und Abfahrten nicht verhaken.

Neu in der Version ist die Option „Select menu options with number keys“ unter „Settings > UI“. Sind die Tasten 1 bis 9 und 0 anderweitig belegt, etwa für Kameraansichten, ließen sich damit unbeabsichtigt GSX-Menüpunkte auswählen. Wird die Option abgeschaltet, bleiben die Zifferntasten für andere Software reserviert, und die Menüs werden per Klick oder über Web-Fernsteuerung und EFB bedient. Erweitert wurde außerdem die Remote-Schnittstelle: Handler-Skripte und Fernclients können nun im laufenden Betrieb ändern, wie GSX ein bestimmtes Flugzeug bedient, am nützlichsten bei der Betankungsmethode, dazu Umschalter etwa für das Verhalten der Bodenstrom-Batterie, die Enteisung, mehrere Pushback-Optionen sowie die Passagier- und Frachtmengen.

Auch 4.0.9 bringt mehrere Korrekturen: Am selben Remote-Platz bereitgestellte Fahrzeuge wie die beiden Gepäckzüge fürs Boarding stellen sich nun ordentlich nebeneinander auf und fahren zeitversetzt los, die Gepäckzüge starten, sobald ihre eigene Andockstelle frei ist, das Catering meldet sich auch bei gleichzeitig laufenden Diensten zuverlässig als abgeschlossen, selbstladende Frachtfahrzeuge nehmen beim Abfahren den richtigen Weg, und der Ladungsmeister an den Passagierabsperrungen erhält im Kameramenü unter dem Simulator 2024 wieder sein Symbol.

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