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Miltech Simulations hat die FSExpo 2026 in Minneapolis genutzt, um einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der eigenen Projekte zu geben. Neben der seit 2024 in Entwicklung befindlichen U-2, die sich nun auf der Zielgeraden befindet, präsentierte das Studio zwei neue Szenerien sowie ein neues systemübergreifendes Verschleiß- und Ausfallsystem namens Miltech Experience.

Die U-2 nähert sich der Fertigstellung

Im Mittelpunkt des FSExpo-Auftritts stand die Lockheed U-2, die seit ihrer Ankündigung im Jahr 2024 einen langen Entwicklungsweg hinter sich hat. Drei Cockpit-Überarbeitungen, zwei externe Modell-Überarbeitungen und zwei Avionik-Überarbeitungen später sind sowohl Cockpit als auch Außenmodell zu rund 90 Prozent fertiggestellt. Das Paket umfasst drei Varianten, die U-2S mit digitalem Glascockpit und über 35 simulierten MFD-Seiten, die U-2R mit analogem Cockpit sowie die NASA-Forschungsplattform ER-2. 27 Lackierungen sind geplant, viele davon bereits abgeschlossen.

Passend zur Flugzeughistorie legt Miltech dem Paket mehrere historische Szenerien bei, darunter RAF Akrotiri, RAF Fairford, Groom Lake in seiner 1960er-Konfiguration sowie Patrick Space Force Base. 15 Missionen für den Mission Hub decken dabei historische Szenarien wie sowjetische Überflüge, die chinesische Ballon-Affäre und die Kubakrise ab. Ein webbasiertes Datalink Portal ermöglicht es zudem, nach dem Flug gesammelte Aufklärungsdaten wie IMINT, SIGINT und Wettersurvey-Daten herunterzuladen.

Zwei neue Szenerien in Zusammenarbeit mit Sundownersim

Parallel zur U-2 kündigte Miltech Simulations in Kooperation mit Sundownersim zwei neue Szenerien an. Für Juni ist Berlin Tempelhof in seiner historischen Konfiguration aus den 1960er Jahren geplant, mit periodengerechten Statikflugzeugen, einer detaillierten Berliner Mauer und drei enthaltenen Einführungsmissionen für den Mission Hub. Im Juli folgt das Tonopah Test Range Paket, das das gesamte Tonopah Training Range historisch modelliert, inklusive Area 51 aus den 1970er und 1980er Jahren sowie missionsrelevanten Referenzpunkten an historischen Teststandorten schwarzer Projekte wie dem A-12 Avenger, Have Blue und Tacit Blue.

Miltech Experience, ein neues Framework für Verschleiß und Ausfälle

Abgerundet wurde der FSExpo-Auftritt durch die Vorstellung von Miltech Experience, einem neuen systemübergreifenden Framework, das künftig in allen Miltech-Flugzeugen zum Einsatz kommen soll. Es simuliert über 470 diskrete Ausfallpunkte mit realistischen Lebensdauern aus realen Spezifikationen, wobei jeder Grad an Verschleiß direkt in das Flugmodell einfließt. Bei Hubschraubern können etwa Rotorblätter reißen oder sich verbiegen, Rotorwellen aus der Balance geraten und Rotorlagerflächen sich mit der Zeit verschlechtern. Den Anfang machen die U-2 und der CH-53.

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