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Bluebird

Offiziell gibt es nichts Neues von der BlueBird 757. Und doch hat sich in den letzten Tagen einiges getan – nur eben nicht dort, wo man als Wartender zuerst hinschaut.

Die Produktseite ist da. Der Rest bleibt Geheimnis.

Just Flight hat die BlueBird 757 schon mal die Produktseite erstellt. Unter der Produktseite findet sich seit Kurzem eine ausführliche Beschreibung samt gut zwei Dutzend Screenshots – Cockpit, Kabine, Außenansichten, alles dabei. Was fehlt: ein Preis und ein Datum. Statt eines Kaufbuttons gibt es nur einen „Email me when available“-Link und den bekannten Coming-Soon-Stempel.

Inhaltlich bestätigt die Seite, was man aus vorherigen Previews schon kannte: Die 757-200 kommt zuerst, wahlweise mit Rolls-Royce-RB211- oder Pratt-&-Whitney-PW2000-Triebwerken, die 300er-Variante und eine native MSFS-2024-Version sollen kostenlos nachgereicht werden. Die Beschreibung liest sich wie gewohnt selbstbewusst – von handkodiertem Autopiloten über mehr als 500 modellierte Circuit Breaker (200 davon zum Start funktional) bis zur thermodynamisch simulierten Klimaanlage ist die übliche Wall of Text an Systemtiefe dabei. Ob am Ende alles davon auch im ersten Release steckt oder Teile davon – wie bei Studios dieser Kategorie nicht unüblich – erst über mehrere Updates nachwachsen, wird sich zeigen. Marketing-Text ist schließlich kein Repaint-Vergleich.

Kurz: Der Laden hat jetzt ein Schaufenster. Die Kasse bleibt vorerst zu.

Während der Shop noch wartet, fliegt sie schon vor Kamera

Deutlich interessanter als die Produktseite ist, was parallel auf YouTube passiert ist. Mentour Pilot – ehemaliger 737-Kapitän und mit seinem Kanal längst so etwas wie die Referenzadresse für aufgearbeitete Flugunfälle – hat für sein neuestes Video bereits vorab Zugriff auf die BlueBird 757 bekommen und sie für Nachstell-Szenen genutzt.

Thema des Videos: der Absturz von Aeroperú Flug 603 am 2. Oktober 1996. Eine Boeing 757-200 stürzte kurz nach dem Start in Lima ins Meer, nachdem Klebeband, das während einer Reinigung über die Static Ports geklebt worden war, schlicht vergessen wurde zu entfernen. Die Crew bekam widersprüchliche und unbrauchbare Fahrt- und Höhenanzeigen, verlor das Situationsbewusstsein und konnte den Kontrollverlust nicht mehr auffangen. Alle 70 Menschen an Bord kamen ums Leben – ein Lehrbuchfall für die Tücken blockierter Pitot-Statik-Systeme, der wenige Monate zuvor beim Absturz von Birgenair 301 fast identisch aufgetreten war.

Für ein Video, das maßgeblich davon lebt, technische Fehlanzeigen im Cockpit nachvollziehbar darzustellen – EICAS-Meldungen, widersprüchliche Warnungen, das schrittweise Abgleiten in die Verwirrung –, ist ein Flugzeug mit tiefensimulierter Anzeigelogik natürlich kein Zufall als Wahl. Genau in diesem Bereich soll die BlueBird ja glänzen: eigenständig simulierte CRT-Displays, EICAS-Logik mit über 300 Meldungen, ein Air-Data-System, das auch Fehlerfälle wie blockierte Sensoren nachbilden können soll. Ob es dafür tatsächlich taugt, lässt sich von außen nicht beurteilen – aber dass ein Kanal mit über zwei Millionen Abonnenten der noch unveröffentlichten BlueBird zutraut, eine reale Katastrophe glaubwürdig nachzustellen, ist für sich genommen schon eine Empfehlung, die kein eigenes Marketing-Budget kaufen kann.

Wer sich für das Video interessiert, kann es hier nachsehen:

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1 Kommentar
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LederhosenCharly
LederhosenCharly
1 Minute zuvor

Nice die hol ich definitiv vor marketplace only A220 … hab ich im fsx von CS damals schon geliebt, die schönste Boeing für mich 🙂

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