Heatblur bringt uns mit ihrer F-14B(U) eine Version der Tomcat in die Simulation, die viel mehr als nur ein Update ist. Während die bereits erhältliche F-14B einen Ausrüstungsstand der frühen 90er abbildet, katapultiert uns die B(U) direkt in die Zeit nach der Jahrtausendwende. Bis 2006 rüstete die US Navy nämlich sämtliche Tomcat-Varianten nochmal nach, also die D, die A und die B, und ausgerechnet unsere B(U) hat dabei den dicksten Rucksack an Nachrüstungen abbekommen.
Wer jetzt aber denkt, damit hätten wir die modernste je gebaute Tomcat im Cockpit sitzen, den muss ich leider enttäuschen. Die reale F-14D war der eigentliche Gipfel der Entwicklung, mit einem deutlich leistungsfähigeren APG-71-Radar und einem von Grund auf digitalen Cockpit, das der B(U) im reinen Luftkampf nochmal einiges voraushatte. Nur gelten die Systeme der D-Version bis heute als zu sensibel, um sie öffentlich zugänglich in der für DCS üblichen Tiefe nachzubilden. Die B(U) bleibt deshalb die derzeit realistischste Annäherung, die wir als DCS-Piloten an eine moderne Tomcat bekommen können, quasi der direkte Bruder der D, zumindest wenn es ums Bombenwerfen geht.
Das Ergebnis ist also keine komplett neue Maschine, sondern unsere altbekannte F-14B mit einem ordentlich aufgemotzten Innenleben. Wer sie fliegen will, kommt an der Basisversion F-14A/B aber nicht vorbei, denn die B(U) wird als eigenständiges Zusatzmodul verkauft und nicht einfach verschenkt. Eine kleine Ausnahme macht Heatblur bei Features wie dem In-Game-Browser, dem interaktiven Handbuch mit Erklärfunktion, dem Wachsmalstift sowie den überarbeiteten Cockpit- und Außentexturen, die es kostenlos auch für die Basisversion gibt. Schauen wir uns doch mal die ganzen Änderungen im Detail an. Also rasiert euch schonmal die Schnurrbärte.
Das Cockpit vorne: VDIG-R statt VDIG
Im vorderen Cockpit verabschiedet sich das alte VDIG und macht Platz für das neue VDIG-R, inklusive komplett überarbeitetem Head-up-Display. Das soll die Situationswahrnehmung des Piloten spürbar verbessern, unter anderem durch mehrere gleichzeitig anzeigbare Zielmarkierungsboxen, eine tiefere LANTIRN-Integration, direkt eingeblendete JDAM-Daten sowie die Integration des Warnempfängers RWR. Diese Warnempfängerdaten wandern damit endlich direkt ins Sichtfeld des Piloten, statt nur irgendwo versteckt auf einer separaten Anzeige im Cockpit zu schlummern.

Mehrere Zielmarkierungsboxen können jetzt parallel angezeigt werden, was bei mehreren Zielen in kurzer Folge ein echter Fortschritt gegenüber der alten Version ist, bei der solche Infos ziemlich rudimentär daherkamen. Obendrauf gibt’s eine höhere Bildwiederholrate sowie deutlich detailliertere Ziel- und Navigationsdaten, laut Heatblur als „extensive navigation data integration“ beworben, sprich: eine umfassende Einbindung von Navigationsinfos direkt ins HUD. Unterm Strich wandert damit ein Großteil dessen, was man bisher mühsam im Cockpit zusammensuchen musste, direkt vor die Augen des Piloten. Heatblur selbst nennt das VDIG-R das Herzstück des neuen vorderen Cockpits, und ganz ehrlich, bei der Feature-Liste fällt es schwer zu widersprechen.




Das Cockpit hinten: PTID ersetzt die klassische TID
Für den Waffensystemoffizier ist der Abschied von der guten alten Tactical Information Display, kurz TID, wohl der größte Umbruch. An ihrer Stelle thront jetzt die Programmable Tactical Information Display, kurz PTID, ein größeres und deutlich leistungsfähigeres Display. Anders als beim alten Radarschirm lassen sich hier Rasterbild und Symbologie gleichzeitig darstellen, inklusive Bildern des LANTIRN-Behälters, was die Zielidentifikation erheblich erleichtert. Kein Hin- und Herschalten zwischen gefühlt fünf verschiedenen Anzeigen mehr!
Die PTID bringt außerdem Bildschirmtasten mit, über die sich Funktionen direkt am Display bedienen lassen, sowie eine Möglichkeit zur JDAM-Waffenprogrammierung direkt über die Anzeige. Sie übernimmt zudem Aufgaben des Stores-Management-Systems, kümmert sich also um die Verwaltung der mitgeführten Waffen und Zuladungen. Heatblur nennt die PTID eine größere, leistungsfähigere Schnittstelle für Sensorik, Navigation, Zielerfassung und den Einsatz von Präzisionswaffen, kurz: der WSO bekommt endlich Werkzeug, das seinem Job gerecht wird.




Navigation: von drei Wegpunkten zu einem modernen System
Die wohl folgenreichste Änderung überhaupt betrifft die Navigation. Statt des alten, rein trägheitsbasierten Systems arbeitet die B(U) jetzt mit einem eingebetteten GPS-Trägheitsnavigationssystem, kurz EGI. Heatblur verspricht dadurch eine ganze Reihe Komfortverbesserungen, darunter eine GPS-CDNU zur Ein- und Ausgabe von Navigationsdaten sowie eine automatische Wegpunktsequenzierung, bei der das System selbstständig zum nächsten Wegpunkt weiterschaltet. Kein manuelles Rumfummeln mehr!
Im hinteren Cockpit übernimmt eine Control Display Navigation Unit, kurz CDNU, den Job des alten CAP-Bedienfelds. Und der Unterschied ist wirklich spürbar: Bisher gab’s über feste Punkte wie Ausgangspunkt oder Heimatbasis hinaus gerade mal drei zusätzliche Navigationswegpunkte. Grotesk wenig, wenn man ehrlich ist. Die neue CDNU zusammen mit dem EGI-System liefert jetzt deutlich mehr Wegpunkte und eine spürbar genauere Navigation gleich mit dazu.

Ergänzt wird das Ganze durch ein neues Cartridge- beziehungsweise Mission-Data-Loader-System, das direkt mit dem Mission Editor von DCS verknüpft ist. Heißt konkret: Wer eine Mission baut, kann Flugpläne, Wegpunkte und Co bereits gemütlich am Schreibtisch im Editor anlegen und die Daten dann per Cartridge direkt ins Cockpit übernehmen, statt sie händisch während des Flugs einzutippen. Diese Data Transfer Cartridge wird über das Bedienmenü im Cockpit aufgerufen und lässt sich sogar benennen, wobei der Name tatsächlich am physischen Modell im Rückwärtssitz auftaucht. So sieht man auf einen Blick, ob die richtige Cartridge geladen ist, ganz ohne Menü öffnen zu müssen. Liebe zum Detail, wie man sie von Heatblur eben kennt.
Die Data Transfer Cartridge als zentrales Werkzeug
Innerhalb der Cartridge gibt’s mehrere Reiter, darunter Navigation, JDAM, Countermeasures und Tactical Imaging Set. Standardmäßig lassen sich zwölf Flugpläne mit jeweils 50 Wegpunkten vorbereiten, während der Mission kommen nochmal bis zu 50 spontan gesetzte Wegpunkte oben drauf. Diese spontanen Punkte starten übrigens immer bei der Nummer 51, ganz egal wie viele vorbereitete Wegpunkte man tatsächlich genutzt hat.
Für einzelne Wegpunkte gibt es außerdem eine clevere Benennungsregel. Ein mit TGT und dem Zusatz XL benannter Punkt wird automatisch als LANTIRN-Ziel eingestuft und landet in einer eigenen Liste mit bis zu 20 Einträgen. Die Kombination aus X und ST kennzeichnet ein Oberflächenziel, das im HUD als eigenes Fünfeck-Symbol auftaucht. Auch eine Kennzeichnung für die Heimatbasis gibt’s, und diese Spezialsymbole werden auf der PTID sogar priorisiert dargestellt.


Für den JDAM-Reiter stehen vier Waffenstationen zur Verfügung, nummeriert mit drei, vier, fünf und sechs. Jede Station lässt sich mit bis zu acht vorgeplanten Missionen belegen, praktisch vor allem, wenn man Ziele an mehrere Flugzeuge eines Verbands verteilen will: Jede Maschine nutzt dieselbe Cartridge und greift automatisch auf die für ihre Position vorgesehene Mission zurück. Das erste Flugzeug bekommt Mission eins, das zweite Mission zwei, und so weiter. Sogar Klarnamen wie „Bunker“ statt nüchterner Nummern sind drin.
Zoomt man in der Kartenansicht heraus, taucht die zur Mission gehörende Launch Acceptability Region auf, also der Bereich, aus dem heraus eine Waffe das Ziel überhaupt treffen kann. Diese Zone wird für eine festgelegte Abwurfhöhe und Geschwindigkeit berechnet, im Test etwa 20.000 Fuß und 450 Knoten. Ändert man diese Werte, wächst die Zone spürbar mit, weshalb man als Missionsplaner wirklich wissen sollte, für welche Parameter die berechnete Zone überhaupt gilt. Sonst wird aus der geplanten Punktlandung schnell ein teurer Fehlwurf.
Unterm Strich verlagert die Cartridge einen ordentlichen Batzen Vorbereitung, die bisher komplett im Cockpit erledigt werden musste, auf eine Planung, die schon vor dem Start am Boden oder im Mission Editor stattfinden kann. Endlich Zeit fürs Wesentliche, nämlich Fliegen!

Selbstschutz: ALE-47 statt ALE-39
Bei der Selbstschutzausstattung übernimmt jetzt ein ALE-47 den Job des alten ALE-39-Systems für Chaff und Flares. Bisher kümmerten sich das ALE-39 gemeinsam mit dem AN/ALQ-126 als Störsender und dem AN/ALR-67 als Radarwarnempfänger um unseren Selbstschutz. Das ALE-39 ließ sich dabei manuell über das Bedienfeld im Rückwärtssitz programmieren, der Radarwarnempfänger konnte bei passender Konfiguration sogar automatisch ein Chaff-Programm auslösen. Der Clou beim ALE-47 ist die Programmierbarkeit: Wo das alte System eher starre, vorab festgelegte Abwurfmuster kannte, lässt sich das neue System missionsspezifisch konfigurieren und ist deutlich enger mit den restlichen Verteidigungssystemen verzahnt.
Dazu gibt’s ein aufgewertetes ECMD mit neuem MFD-Modus, der einen Wiederholungsmodus der TID-Anzeige sowie eine Integration des ALR-67-Warnempfängers ermöglicht. Der ALR-67 selbst ist übrigens kein neues Gerät, den kennt man schon aus der bisherigen F-14B mit seinen vier kleinen spiralförmigen Hochband-Antennen, vier Breitband-Quadrantenempfängern und einer Niedrigband-Antennengruppe. Bislang lief der ALR-67 aber auf seinem eigenen, isolierten Anzeigesystem. Mit der MFD-Integration ins ECMD wandert diese Bedrohungsdarstellung jetzt in eine gemeinsame, deutlich übersichtlichere Anzeige, was das Bedrohungsmanagement im Cockpit spürbar entspannter macht.


Für die Bildübertragung zwischen mehreren Maschinen gibt’s obendrauf das brandneue AN/AVX-3 Tactical Imaging Set, auch als Fast Tactical Imaging System oder FTI bekannt. Damit lassen sich Sensorbilder zwischen Flugzeugen aufnehmen, übertragen und empfangen, perfekt, um Ziele gemeinsam im Verband zu identifizieren. So etwas gab’s in der bisherigen F-14B schlichtweg nicht, und gerade im Multiplayer mit anderen Piloten ist das ein echtes Plus.
Flugverhalten: DFCS statt AFCS
Unter der Motorhaube, pardon, unter dem Cockpitboden, ersetzt ein digitales Flugregelungssystem namens DFCS das bisherige analoge AFCS. Die alte F-14B kennt schlichtweg kein Fly-by-Wire oder digitales Flugregelungssystem, sie war laut Dokumentation die letzte ihrer Art ganz ohne so etwas, das kam erst mit der F-15 Eagle. Steuerflächen wie die Störklappen, die kombinierten Höhen- und Querruder sowie die Vorderkantenklappen werden bisher rein hydraulisch angesteuert, ganz ohne digitale Zwischenschicht.

Wichtig zu wissen: Das DFCS macht aus der Tomcat keinen modernen Fly-by-Wire-Jet. Im Kern bleibt sie physisch, kraftvoll und spürbar lebendig in der Steuerung, genau so, wie wir das an unserem Kater lieben. Das System soll aber das Verhalten in kritischen Betriebsbereich verbessern, konkret die Ausbruchsresistenz, das Verhalten bei hohen Anstellwinkeln, die Rollreaktion, die Trudelresistenz sowie das Anflugverhalten am Träger, ohne dabei den grundsätzlichen, ruppigen Charakter der Tomcat zu verwässern.
Das Cockpit vibriert spürbar, die Maschine bewegt sich sichtbar in der Luft, insgesamt vermittelt das ein raues, kraftvolles und leicht unbändiges Flugverhalten, ganz ähnlich wie man es schon von der F-4 kennt. Ich versichere: Gänsehaut garantiert!


Der Umgang mit Jester wird komplexer
Für Singlepiloten übernimmt weiterhin JESTER den Rückwärtssitz, und dabei hoffentlich die Finger vom Schleudersitz. Das System ist dabei aus meiner Sicht ziemlich komplex geworden. Angesichts der deutlich gewachsenen Aufgabenliste des Waffensystemoffiziers wirkt die Bedienung über das Jester-Menü streckenweise unübersichtlicher als bei der bisherigen Tomcat oder beim F-4E Phantom. Die einzelnen Schritte, etwa Stationsauswahl, Munitionszuweisung, Steuerungsart und Wegpunktverwaltung, folgen zwar einer klaren Logik, verlangen aber deutlich mehr Wiederholungen, bis sie einem in Fleisch und Blut übergehen.
Heatblur ist sich dieser gestiegenen Komplexität aber offenbar bewusst und arbeitet an einer Straffung der Bedienung, unter anderem daran, dass Jester bestimmte Handlungen besser vorausahnen soll. Ausgewählte Funktionen aus JESTER 2.0, ursprünglich für den F-4E Phantom entwickelt, kommen auch der B(U) zugute, allen voran ein neuer Kontextknopf. Damit lässt sich Jester deutlich direkter anweisen als bisher: Statt sich durch mehrere Menüebenen zu klicken, reicht es, den gewünschten Punkt im Cockpit oder am Sensor anzuschauen und den passenden Befehl per einfachen Tastendruck zu geben.

Trotz dieser Erleichterungen bleibt die Abhängigkeit von einer verlässlich funktionierenden KI für Einzelspieler hoch, denn ein Großteil der neuen Fähigkeiten, etwa die JDAM-Programmierung oder die Verwaltung der Data Transfer Cartridge, ist ohne aktive Mitarbeit von Jester nur schwer zu stemmen.
Optik und Inhalt
Visuell erhält die B(U) überarbeitete Cockpit- und Außentexturen, neue Pilotenmodelle und Helme, verbesserte Animationen, neue Ausrüstungsgegenstände, neue Flügelkondensstreifen sowie zusätzliche Lackierungen. Nach eigenen Angaben von Heatblur wurde dabei nahezu das gesamte Cockpit, vorne wie hinten, komplett neu aufgebaut, ebenso wie sämtliche Texturen und die Außenoptik. Neu sind außerdem Animationen für die Durchbiegung des Seiten- und Höhenleitwerks im Flug sowie jede Menge kleiner und großer Detailverbesserungen am gesamten Flieger.
Auch am physischen Modell der Data Transfer Cartridge im WSO-Sitz zeigt sich diese Liebe zum Detail: Der im Menü vergebene Name der jeweiligen Cartridge taucht tatsächlich als kleines Namensschild am Bauteil im Cockpit auf, sodass sich rein optisch bestätigen lässt, ob die richtige Cartridge geladen ist, ganz ohne Menü öffnen zu müssen.

Neben den optischen Neuerungen bringt die B(U) auch eine ganze Reihe neuer Werkzeuge fürs Erlernen und Fliegen der Maschine mit. Dazu zählen ein Bombenrechner, eine Gun Camera fürs HUD, mit der sich Waffenabgaben nachträglich auswerten lassen, sowie der bereits erwähnte Wachsmalstift, mit dem sich handschriftliche Notizen direkt auf die Displays im Cockpit setzen lassen. Obendrauf gibt’s ein direkt in die Simulation integriertes Handbuch mit Erklärfunktion per Klick, über das sich einzelne Schalter und Instrumente direkt im Cockpit nachschlagen lassen, sowie einen In-Game-Browser.
Der Wachsmalstift kann übrigens noch mehr: Notizen, die der Waffensystemoffizier auf die Cockpitverkleidung kritzelt, werden dem Piloten in Echtzeit am vorderen Sitz angezeigt, eine nette Ergänzung zur Verständigung über Bordkommunikation oder Discord.
Und weil Heatblur offenbar nicht genug bekommen kann: Auch die Personalisierung der Besatzung wurde deutlich ausgebaut. Neue Helme, Ausrüstungsgegenstände und Pilotenmodelle sorgen dafür, dass sich die eigene Crew mit deutlich mehr Details individuell gestalten lässt, als es in der bisherigen F-14A/B der Fall war. Wir werden wohl mehr Zeit im Kleiderschrank verbringen als im Cockpit.

JESTER erhält obendrein noch ausgewählte Verbesserungen, darunter den bereits erwähnten Kontextknopf. Ein Teil davon, ebenso wie In-Game-Browser, Handbuch und Stift, kommt übrigens nicht nur der B(U) zugute, sondern auch der bestehenden F-14A/B kostenlos, laut Entwickler das bislang umfangreichste kostenlose Update für die Basisversion. Nicht schlecht, Heatblur!
Inhaltlich gibt’s obendrauf noch neue Instant-Action-Missionen sowie zwei Kampagnen: Operation Reforger Teil drei, angesiedelt im Kalten Krieg über Deutschland und bereits zum Start verfügbar, sowie eine eigens für die B(U) entwickelte Kampagne von Baltic Dragon, die etwas später nachgereicht wird.

Was kostet der Spaß?
Die F-14B(U) gibt es derzeit als Vorbestellung für 49,99 US-Dollar als Erweiterung, allerdings nur für alle, die die Basisversion F-14A/B bereits besitzen, denn ohne die geht bei der B(U) gar nichts. Wer noch gar keine Tomcat im Hangar stehen hat, fährt mit der F-14 Ultimate Edition für 98,99 US-Dollar günstiger, denn die bringt neben der B(U) gleich die komplette Basis-F-14A/B, die A-6 als KI-Einheit, den Forrestal-Klasse-Flugzeugträger sowie den TARPS-Aufklärungsbehälter mit ins Paket. Vorausgesetzt wird in jedem Fall DCS World in Version 2.9.27 oder neuer, was aktuell aber für die wenigsten ein Problem darstellen dürfte, wenn man seinen DCS aktuell hält.
Klingt erstmal happig für ein „Upgrade“, aber angesichts des Umfangs, den wir hier durchgekaut haben, würde ich sagen: durchaus fair kalkuliert. Wann der Flieger genau auf eurem heimischen PC landen wird, hat Heatblur zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht kommuniziert.

Mein Fazit
Der Umfang der Änderungen ist wirklich so groß, dass man Heatblur die Entscheidung für ein eigenständiges Modul statt eines kostenlosen Updates definitiv nicht übel nehmen kann und sollte. Die F-14B(U) bleibt äußerlich unsere detailliertere, bekannte Tomcat, bekommt aber mit VDIG-R, PTID, CDNU, EGI-Navigation, JDAM-Fähigkeit, DFCS, ALE-47 und AN/AVX-3 eine Ausstattung, die sie in eine spürbar andere Epoche katapultiert als die bisherige F-14A und B.
Der größte Lernaufwand liegt dabei weniger im reinen Fliegen als in der neuen Avionik und im Umgang mit Jester, der mit den zusätzlichen Aufgaben im hinteren Cockpit spürbar anspruchsvoller geworden ist. Wer die Maschine bisher nur als Abfangjäger mit überschaubarer Navigationsfähigkeit und rein laserbasierter Präzisionsbewaffnung kannte, bekommt mit der B(U) ein Flugzeug, das sich technisch klar in Richtung eines modernen Mehrzweckkampfflugzeugs bewegt, ohne dabei die raue, ungeschliffene Seele der Tomcat zu verlieren. Eine klare Kaufempfehlung für jeden DCS Fan.
Review: Heatblur F-14B(U) für DCS WorldHeatblur bringt uns mit ihrer F-14B(U) eine Version der Tomcat in die Simulation, die viel mehr als nur ein Update ist. Während die bereits erhältliche F-14B einen Ausrüstungsstand der frühen 90er abbildet, katapultiert uns die B(U) direkt in die Zeit um die Jahrtausendwende.
Heatblur F-14B(U) für DCS World in Review
- Performance 9.0
- Modellierung / Texturen 9.0
- Systemtiefe 9.0
- Sound 9.0
- Handling 9.0

